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Gustav Mahler - Symphonie Nr. 2 c-moll
Informationen zur Veranstaltung
Gustav Mahler - Symphonie Nr. 2 c-moll
Orchester und Chor der Musikhochschule Trossingen
Programm: Gustav Mahler (1860-1911): Symphonie Nr. 2 c-moll „Auferstehung“
Orchester und Chor der Staatlichen Musikhochschule Trossingen
Leitung:
Hochschulchor: Professor Michael Alber
Orchester und gesamt: Professor Sebastian Tewinkel
Hochschulorchester:
Das Sinfonieorchester der Musikhochschule Trossingen ist in der Region fest etabliert und als hochmotiviertes Ensemble ebenso anerkannt wie als kultureller Motor geschätzt. Die künstlerischen Ansprüche an die Studierenden und der Anspruch der Studierenden gegenüber sich selbst liegen dabei auf einem hohen professionellen Niveau, und so dient auch das Trossinger Hochschulorchester zur Vorbereitung seiner Mitglieder auf den Beruf als Orchestermusiker/in. Wichtige pädagogische Vorgaben bestehen darin, dem künstlerischen Nachwuchs jenes Kernrepertoire zu vermitteln, welches gleichsam als Kanon in jedem Berufsorchester zum Standard gehört.
Hochschulchor:
Die Chorarbeit, Lehre und Praxis im Hochschulbereich findet ihre vornehmliche Bestimmung darin, den Errungenschaften künstlerischer Arbeit in Geschichte und Gegenwart lebendige, heutige Gestalt zu geben. In unserem konkreten Fall kann der Hochschulchor zur Pflege künstlerischer Kultur in der Region beitragen, insbesondere auf Gebieten, die dem Laienmusizieren eher versagt sind.
Belohnung für solche Anstrengung liegt in künstlerischer Erfahrung. Weitere Gründe zur Rechtfertigung des ungewöhnlichen persönlichen Einsatzes der Studenten in der Chorarbeit leiten sich auch daraus her, dem Trend moderner Unterhaltungs-Kultur zu trotzen und Bedenkenswertes entgegenzusetzen. Das Überleben einer reflektierenden und doch sinnlichen Kultur in unserer satten Zeit bedarf eines Höchstmaßes individueller Engagiertheit.
Unsere Aufgabe ist es, dieser Idee zu folgen und sie in jeweilig neues künstlerisches Handeln zu übersetzen. In diesem Sinne sucht die Hochschule die unmittelbare Partnerschaft regionaler Kulturträger und nicht zuletzt auch jene eines regionalen Publikums.
Dirigent: Der aus Unna in Westfalen stammende Sebastian Tewinkel studierte zunächst Schulmusik mit dem Hauptfach Violine an der Musikhochschule in Hannover. Anschließend absolvierte er ein künstlerisches Aufbaustudium im Fach Dirigieren bei Thomas Ungar an der Stuttgarter Musikhochschule, das er mit Auszeichnung abschloß und durch Meisterkurse bei Gianluigi Gelmetti und Sir Colin Davis ergänzte.
Nach seinem Studium wurde Sebastian Tewinkel mit dem Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung Berlin ausgezeichnet und in das Förderprogramm „Dirigentenforum“ des Deutschen Musikrates aufgenommen. Kurz darauf gewann er gleich zwei wichtige Wettbewerbe: im Jahr 2000 erhielt er den 1. (und einzigen vergebenen) Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb der Stiftung Fundação Oriente in Lissabon und 2001 den Bad Homburger Dirigentenpreis.
Tewinkel stand als Gast für Konzerte, CD- und Rundfunkproduktionen u.a. am Pult der philharmonischen Orchester in Augsburg, Hagen, Halle, Meinigen, Reutlingen und Stuttgart; ausserdem dirigierte er die Radio-Philharmonie Hannover sowie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart. Nahezu alle deutschen Kammerorchester haben unter seiner Leitung musiziert.
Seit dem Wintersemester 2010/11 ist er Professor für Orchesterleitung an der Musikhochschule Trossingen.
Einführung:
»Weniger Zeremonie aus der Retorte als ›Stellprobe‹ von magischen Requisiten, wobei Ordnung als kalte Anordnung noch alles offen lässt, den Blick hinter die Kulisse, sprich: in die Körperlichkeit der Klangobjekte selbst freigibt, beobachtendes Hören meint, und wo die Sprachfertigkeit der abgerufenen Ausdruckselemente ihre Sprachlosigkeit erkennt: erster Schritt, immer wieder von neuem, bei der Suche nach Formen illusionsloser Kommunikation.«
So charakterisiert Helmut Lachenmann seine 1989 uraufgeführte Orchesterkomposition Tableau: "Und doch scheint der 1935 geborene Komponist mit diesen Worten zugleich auch ästhetische Prinzipien der Musik Gustav Mahlers zu reflektieren. Denn leben Mahlers Symphonien nicht auch wesentlich von einer »Brechung des Vertrauten«, der Verletzung »ästhetischer Tabus« und dem Versuch, kompositorische Mittel »gegen den Strich zu bürsten«? Sir Simon Rattle hat in einem Konzert der Berliner Philharmoniker erstmals auf die innere Verwandtschaft beider Komponisten aufmerksam gemacht und schrieb: »Man wird mit Keulen zu Boden geschlagen und dann auf Engelsfittichen zu den höchsten Höhen gehoben.«"
Programm: Gustav Mahler (1860-1911): Symphonie Nr. 2 c-moll „Auferstehung“
Orchester und Chor der Staatlichen Musikhochschule Trossingen
Leitung:
Hochschulchor: Professor Michael Alber
Orchester und gesamt: Professor Sebastian Tewinkel
Hochschulorchester:
Das Sinfonieorchester der Musikhochschule Trossingen ist in der Region fest etabliert und als hochmotiviertes Ensemble ebenso anerkannt wie als kultureller Motor geschätzt. Die künstlerischen Ansprüche an die Studierenden und der Anspruch der Studierenden gegenüber sich selbst liegen dabei auf einem hohen professionellen Niveau, und so dient auch das Trossinger Hochschulorchester zur Vorbereitung seiner Mitglieder auf den Beruf als Orchestermusiker/in. Wichtige pädagogische Vorgaben bestehen darin, dem künstlerischen Nachwuchs jenes Kernrepertoire zu vermitteln, welches gleichsam als Kanon in jedem Berufsorchester zum Standard gehört.
Hochschulchor:
Die Chorarbeit, Lehre und Praxis im Hochschulbereich findet ihre vornehmliche Bestimmung darin, den Errungenschaften künstlerischer Arbeit in Geschichte und Gegenwart lebendige, heutige Gestalt zu geben. In unserem konkreten Fall kann der Hochschulchor zur Pflege künstlerischer Kultur in der Region beitragen, insbesondere auf Gebieten, die dem Laienmusizieren eher versagt sind.
Belohnung für solche Anstrengung liegt in künstlerischer Erfahrung. Weitere Gründe zur Rechtfertigung des ungewöhnlichen persönlichen Einsatzes der Studenten in der Chorarbeit leiten sich auch daraus her, dem Trend moderner Unterhaltungs-Kultur zu trotzen und Bedenkenswertes entgegenzusetzen. Das Überleben einer reflektierenden und doch sinnlichen Kultur in unserer satten Zeit bedarf eines Höchstmaßes individueller Engagiertheit.
Unsere Aufgabe ist es, dieser Idee zu folgen und sie in jeweilig neues künstlerisches Handeln zu übersetzen. In diesem Sinne sucht die Hochschule die unmittelbare Partnerschaft regionaler Kulturträger und nicht zuletzt auch jene eines regionalen Publikums.
Dirigent: Der aus Unna in Westfalen stammende Sebastian Tewinkel studierte zunächst Schulmusik mit dem Hauptfach Violine an der Musikhochschule in Hannover. Anschließend absolvierte er ein künstlerisches Aufbaustudium im Fach Dirigieren bei Thomas Ungar an der Stuttgarter Musikhochschule, das er mit Auszeichnung abschloß und durch Meisterkurse bei Gianluigi Gelmetti und Sir Colin Davis ergänzte.
Nach seinem Studium wurde Sebastian Tewinkel mit dem Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung Berlin ausgezeichnet und in das Förderprogramm „Dirigentenforum“ des Deutschen Musikrates aufgenommen. Kurz darauf gewann er gleich zwei wichtige Wettbewerbe: im Jahr 2000 erhielt er den 1. (und einzigen vergebenen) Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb der Stiftung Fundação Oriente in Lissabon und 2001 den Bad Homburger Dirigentenpreis.
Tewinkel stand als Gast für Konzerte, CD- und Rundfunkproduktionen u.a. am Pult der philharmonischen Orchester in Augsburg, Hagen, Halle, Meinigen, Reutlingen und Stuttgart; ausserdem dirigierte er die Radio-Philharmonie Hannover sowie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart. Nahezu alle deutschen Kammerorchester haben unter seiner Leitung musiziert.
Seit dem Wintersemester 2010/11 ist er Professor für Orchesterleitung an der Musikhochschule Trossingen.
Einführung:
»Weniger Zeremonie aus der Retorte als ›Stellprobe‹ von magischen Requisiten, wobei Ordnung als kalte Anordnung noch alles offen lässt, den Blick hinter die Kulisse, sprich: in die Körperlichkeit der Klangobjekte selbst freigibt, beobachtendes Hören meint, und wo die Sprachfertigkeit der abgerufenen Ausdruckselemente ihre Sprachlosigkeit erkennt: erster Schritt, immer wieder von neuem, bei der Suche nach Formen illusionsloser Kommunikation.«
So charakterisiert Helmut Lachenmann seine 1989 uraufgeführte Orchesterkomposition Tableau: "Und doch scheint der 1935 geborene Komponist mit diesen Worten zugleich auch ästhetische Prinzipien der Musik Gustav Mahlers zu reflektieren. Denn leben Mahlers Symphonien nicht auch wesentlich von einer »Brechung des Vertrauten«, der Verletzung »ästhetischer Tabus« und dem Versuch, kompositorische Mittel »gegen den Strich zu bürsten«? Sir Simon Rattle hat in einem Konzert der Berliner Philharmoniker erstmals auf die innere Verwandtschaft beider Komponisten aufmerksam gemacht und schrieb: »Man wird mit Keulen zu Boden geschlagen und dann auf Engelsfittichen zu den höchsten Höhen gehoben.«"
Quelle: Pressetext