Bild: Heimspiel Knyphausen
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Information zur Veranstaltung

Heimspiel Knyphausen 2017 Line-Up:

Fr. 21.07.17
Dino Joubert, Hauschka, Element Of Crime
 
Sa. 22.07.17
tba, Locas In Love, Gisbert zu Knyphausen, The Notwist
 
So. 23.07.17
Torpus & The Art Directors, Judith Holofernes


Seit nunmehr drei Dekaden sind die Brüder Markus und Micha Acher in zahlreichen Inkarnationen und Interaktionen mit der Weilheimer und anderer Szenen wie auf Schnellbooten unterwegs – The Notwist bleibt das konstante Mutterschiff. Mit den Begriffen "Kult" oder "Legende" wird mittlerweile geradezu inflationär umgegangen. Aber im Fall von The Notwist treffen diese sicherlich zu.
Anfangs noch mit härteren Klängen beschäftigt, änderte sich der Sound der Band im Laufe der Jahre: Gespickt mit elektronischen Elementen, entwickelte The Notwist einen eigenen Kosmos, der sich heute irgendwo zwischen Indie und Popmusik bewegt. Im Jahr 2002 gelang der Band mit dem Album „Neon Golden“ ein Klassiker, der das europäische Indiepop-Schaffen auf ein komplett neues Level hievte. Mit den Nachfolgern „The Devil, You + Me“ und „Close To The Glass“ untermauerten The Notwist ihren Status als Ausnahmeband und sind mittlerweile in der ganzen Welt gern gesehene Gäste.
Wir freuen uns, dass die deutsche Indie-Legende in diesem Jahr auch ihren Weg aufs Heimspiel findet, um uns zahlreiche Perlen aus ihrem umfrangreichen Œuvre live zu präsentieren. Dafür haben sie sich diesen Sommer eine handvoll Festivals und Clubs ausgesucht. Und wir sind dabei!

Sie sind Deutschlands herausragende Band: Element of Crime haben nicht nur einige legendäre Songs veröffentlicht, sondern gleich albumweise deutsche Rockgeschichte geschrieben. So etwa mit „Damals hinterm Mond" (1991), „Weißes Papier (1993)", „Romantik" (2001) und zuletzt mit dem neuen Werk „Lieblingsfarben und Tiere". 
Sie sind von der Romantik gestreifte, kauzige Männer, die von Liebe singen und von gescheiterten Spargelköniginnen, von altem und neuem Schrott, von der rettenden Kavallerie (die natürlich nicht mehr kommt), der Blaumeise Yvonne, von Erdbeereis, Katzen und Pitbull-Terriern. Der Sound, den sie dabei kreieren, ist einzigartig rau und einzigartig schön! 

Drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres ersten Solo-Albums meldet sich Judith Holofernes, ehemals Frontfrau der Band Wir sind Helden, mit ihrem neuen Album Ich bin das Chaos zurück. Die mehrfache Echound EinsLive Krone Preisträgerin, bekannt für ihre virtuosen und poetischen Texte, gehört zu den erfolgreichsten Künstlern Deutschlands. Nebenher schreibt sie einen Blog, 2015 veröffentlichte sie einen Band mit komischer Lyrik. Das neue Album Ich bin das Chaos schließt in seiner Spielfreude klar an das „zerzauste Debut“ Ein leichtes Schwert (2014) an. Die elf Songs bewegen sich rasant zwischen sehr unterhaltsam und sehr traurig. Überraschend ist das selbstbewußte Bekenntnis zu „so etwas wie Glanz. Und Tiefe. Und Schönheit! Die Songs wollten das so“, sagt Holofernes. Eine Handvoll melancholischer Stücke bilden das dunkle Herz einer ansonsten hellen, zugewandten, offenherzigen Platte. Sie sähe das Album in „hellen Farben, die vor dunklem Hintergrund erst richtig leuchten“, sagt Holofernes. Und leuchten tut es, dieses Chaos. Eine überraschende Kollaboration war prägend für den Sound: Die meisten der elf Songs –allesamt wieder mit deutschen Texten - schrieb die Berlinerin mit dem färöischen, englischsprachigen Songwriter Teitur. Produziert hat erstmals Pola Roy, Holofernes‘ Ehemann und Heldendrummer. Im März wird Judith Holofernes sich aufmachen, mit ihrer groß(artig)en Band so viel Chaos wie möglich über Deutschland zu bringen und macht hierbei auch auf dem Heimspiel Knyphausen Station.

Hauschka, alias Volker Bertelmann, debütierte 1992 im HipHop-Act God's Favourite Dog, gehörte zum Drum & Bass Quintet Nonex, spielte im Duo Tonetraeger mit Torsten Mauss und im elektronischen Postrock-Ensemble Music A.M. mit Luke Sutherland (Long Fin Killie) und Stefan Schneider (To Rococo Rot). Zu seinen Veröffentlichungen zählen auch Theatermusiken („Puppen“ von Kevin Rittberger, „Wagners Hörtheater“ am Berliner Hebbel-Theater mit Stefan Schneider) und die im Mai 2012 von der Deutschen Grammophon herausgebrachte CD „Silfra“ mit der befreundeten Geigerin Hilary Hahn. Hauschka steht heute als Künstler in seinem eigenen Recht da, ein Sound- Magiker, der auch live die Grenzen zwischen Neo-Klassik und akustischen und elektronischen Experimenten konsequent einreißt. Er ist mit seinem präparierten Piano längst auf Welttournee, 280000 Meilen im Jahr kommen da zusammen.endlich auch beim Heimspiel Knyphausen zu Gast und wird u.a. sein neues, ganz wunderbares, Album "What If" live vorstellen.

Norddeutsche Gelassenheit, es gibt sie wirklich. Torpus & The Art Directors sind der Beweis. Kaum eine neue Band wirkt so gelassen und gleichzeitig doch so selbstsicher wie das aus dem nordfriesischen Niebüll stammende, mittlerweile nach Hamburg umgesiedelte Quintett.
Sönke Torpus, Gitarrist Melf Petersen und Schlagzeuger Felix Roll spielten schon als Teenager zusammen in einer Band. Um sich voll und ganz der Musik zu widmen, zogen sie nach dem Abitur zusammen nach Hamburg. Zu fünft in zwei Zimmer. Wenn das nicht von Hingabe zeugt. „2009 habe ich dann angefangen, unter meinem eigenen Namen Singer/Songwritermusik zu machen“, erzählt Torpus. Wenig später kamen auch noch Melf und Roll dazu. Mit Multiinstrumentalist Ove Thomsen und Bassistin Jenny Apelmo wuchs die Band schließlich zum Quintett und nannte sich wegen eines zufällig gedruckten Plakats fortan Torpus & The Art Directors.
Sie buchten ihre eigenen Touren, spielten in Kneipen, Wohnzimmern, Fußgängerzonen, Scheunen, auf Weihnachtsmärkten und sogar in einem Waschsalon. Und auch sonst machten sie von Postern bis zu den Artworks alles selbst. „Eben so, wie wir es gut finden“, so Torpus. „Das gilt für die Musik, aber auch für das ganze Drumherum.“

Seit über 13 Jahren gibt es Locas In Love als Band, eine halbe Ewigkeit, gemessen beispielsweise an den Beatles oder Nirvana. In dieser Zeit haben sie sieben von der Presse gefeierte zwischen Köln und New York produzierte Alben veröffentlicht, hunderte von Konzerten gespielt, sich leicht unterm Radar als Ausnahmeband etabliert und zugleich ihre Spleenigkeit in immer höhere Höhen geschraubt. Die Indiepop-Institution, laut Spiegel Online „wichtig und beruhigend“, laut Süddeutsche Zeitung „wohltuend abgeklärt und brillant verkopft“, war eigentlich immer schon das perfekte Bindeglied zwischen Indie-Untergrund und Breitwand-Pop. Doch wer genau hinhörte konnte stets bedrohliche Risse im restaurierten Sound-Stuck erkennen, Zweifel und Brüche in versmaßsprengenden Texten und mal sperrigen, mal anschmiegsamen Popmelodien. Locas in Love versuchen über den Kopf hinaus dahinzugehen wo es wirklich wehtut: Mitten ins Herz hinein! Und Locas in Love formulieren weiter Album für Album unter der Flagge „Freundschaft, Manifeste und Zerstörung“. Wenn es darum geht Dinge zu sagen, die gesagt werden müssen, sind Locas in Love diejenigen, die sie auf den Punkt bringen. Mit aller Unbedingtheit und Konsequenz ist hier alles enthalten: die radikale Forderung, der Drang nach Relevanz, Hass und große Liebe, die Suche nach der besseren Welt. Aber Locas in Love inszenieren sich nicht als diejenigen, die das Leben verstanden und die Antworten auf alle Fragen haben, sondern sie stellen die Fragen lieber selbst und treffen damit noch immer den Nerv der Zeit. Die Fangemeinde spricht von ihren „Locas“ – und die sind ready wie eh und je! Und dabei so gut wie nie zuvor!

Dino Joubert ist durch und durch Gefühlsmensch, der Stimmungen sehr gut wahrnimmt und sie andererseits auch mit sehr viel Feingefühl kreiert. Inspiriert haben Dino unter anderem Nick Drake, Elliott Smith, Damien Rice, The Kinks und Patrick Watson. „Musik habe ich angefangen zu machen als ich das Album Magical Mystery Tour von den Beatles gehört habe. Da war ich 16. Ich fand es so faszinierend, was Musik für Gefühle auslösen kann, dass ich mich auch in diese Welt wagen wollte.“ Sein Debüt-Album "When A Horse Loves A Unicorn" erschien im Spätsommer 2012 und erzählt von den großen Fragen des Lebens und der Liebe. Für 2017 kündigt der Singer Songwriter endlich eine neue Veröffentlichung und die dazugehörige Tour an. "Ich freue mich so sehr darauf endlich loszulegen und unsere Musik und die damit verbundene Liebe in die Welt zu tragen. Es hat sehr gut getan zu sehen, dass es funktioniert mit der Musik und mit so tollen Leuten in der Band!“

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In den vergangenen Jahren hat sich das auf dem Draiser Hof in Eltville stattfindende „Heimspiel Knyphausen“ einen exzellenten Ruf als Musikfestival erworben und zieht seither Jahr für Jahr Musikfans aus dem ganzen Bundesgebiet auf das wunderschöne Weingut am Rhein. Was ursprünglich als jährliches Sommerkonzert von Gisbert zu Knyphausen auf dem Gutshof seiner Familie seinen Anfang nahm, hat in den vergangenen Jahren mit einem erweiterten Line up (u.a. waren Olli Schulz, Kante und Sophie Hunger zu Gast) den Kreis der Festivalfans erweitert.

Auch 2017 werden die Heimspiel-Organisatoren um Gisbert zu Knyphausen wieder ein internationales, stilistisch überaus vielfältiges Programm präsentieren - und diesmal sogar an 3 Tagen! Das Line up wird ab Anfang 2017 sukzessive bekanntgeben.

Neben den beiden Festival-Haupttagen am Freitag und Samstag gestaltet das Heimspiel-Team am Sonntag, dem 23.07. in der Zeit zwischen 10.00 und 16.00 Uhr noch einen feinen "Heimspiel-Frühschoppen" mit weiteren tollen Bands, Frühstück, Sekt und Wein (nicht inklusive)!

Anmerkung: Im Frühjahr 2017 werden auch wieder Tagestickets für Freitag, 21.07. und Samstag, 22.07. für je 29,50 € inkl. VVK erhältlich sein. Ebenfalls gibt es dann auch Tagestickets für den "Heimspiel Frühschoppen" für 12.50 € inkl. VVK.

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Familiäres Festivalflair und ein Lineup, das jeden Indiefan vor Freude im Dreieck hüpfen lässt: das ist das Heimspiel Knyphausen auf dem Draiser Hof in Eltville. Zwischen Weinreben findet hier jährlich ein ganz besonderes kleines Spektakel statt. Sänger Gisbert zu Knyphausen organisiert auf dem familieneigenen Veranstaltungsort ein kleines, sowie sehr begehrtes Indiefestival.