Musikalische Achterbahn der Gefühle
Bei Songtiteln wie "Trümmer", "So schön allein", "Wo immer du bist" oder "Weck mich auf", wird schnell klar, in welche Richtung es sich bewegt: Melancholie. Doch wie die Band Hi! Spencer ihre leicht melancholischen Songs auf die Bühne bringt, ist trotzdem überraschend. Mit einer Mischung aus Indie-Pop und Punk, werden die Zuhörerinnen und Zuhörer von sanftem Gesang überrascht, nur um sich im nächsten Moment von Sven Bensmanns rauchiger Stimme wie eine Dampfwalze überrollen zu lassen. Hier wird gesungen, geschrien und vor allem gefühlt.
Das Debütalbum "Weiteratmen" erschien im Jahr 2015. Seitdem blieb die Band umtriebig am Ball und veröffentlichte 2018 den Nachfolger "Nicht Raus, Aber Weiter". In ihren Songs beschäftigen sich die Jungs mit Fragen, die jedem von uns bereits begegnet sind. Die Suche nach dem Selbst - Wer bin ich? Wer sind wir? - ist das Thema, mit dem sich das Gespann intensiv auseinandersetzt. Diese manchmal nicht einfache Suche nach dem eigenen Ich und dem Schmerz, den diese mit sich bringt, hört man bei jedem gesungenen Wort, jedem gespielten Akkord deutlich heraus. Die musikalische Mischung aus Pop, Rock, Punk und Indie könnte metaphorisch für die Suche nach dem eigenen Ich stehen. Mittlerweile wissen die Jungs, dass es in Ordnung ist, anders und divers zu sein und scheuen sich auch schon längst nicht mehr, dies ihrem Publikum sowohl textlich als auch musikalisch zu präsentieren.
Quelle: ADticket.de