Bild: Internationales Filmfest OldenburgBild: Internationales Filmfest Oldenburg
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Information zur Veranstaltung

24. Internationales Filmfest Oldenburg vom 13. bis zum 17. September 2017 - follow the white rabbit!

Preisträger des 23. Internationalen Filmfest Oldenburg und Abschlussbilanz


Fünf Tage war Oldenburg das ‚wilde Herz’ des internationalen Independent Kinos und wurde seinem Ruf als eines der „Top 25 der coolsten Festivals der Welt“ (Moviemaker Magazine) mehr als gerecht. Das renommierte Branchenmagazin The Hollywood Reporter legte in diesem Jahr sogar noch ein Lob drauf und feierte Oldenburg als „Größtes kleines Filmfest Europas“. Die 23. Ausgabe konnte aber auch ohne diese Vorschusslorbeeren in jeder Hinsicht neue Maßstäbe setzen. Am Mittwoch begann der Filmreigen in der EWE Arena mit über 1200 Zuschauern, zahlreichen Stargästen und hunderten von Fans am Roten Teppich der Eröffnungsgala zur Weltpremiere von Benjamin Teskes jungem Roadmovie „Strawberry Bubblegums“.

Das immer wieder als „deutsches Sundance“ gepriesene Filmfest wurde in diesem Jahr erneut zur Hochburg des Independentkinos. Zum Einen durch die zahlreichen ungezähmten Welt- und Internationalen Premieren, zum Anderen mit dem Tribute des Festivals für Amanda Plummer und Nicolas Cage, deren größten Erfolge „Pulp Fiction“ und „Leaving Las Vegas“ zu den wichtigsten Indie-Meilensteinen des letzten Vierteljahrhunderts zählen. Gemeinsam mit dem französischen Regisseur Christophe Honoré, dem die diesjährige Retrospektive gewidmet war, wurden Nicolas Cage und Amanda Plummer zur Halbzeit des Filmfests im Oldenburgischen Staatstheater dem mit German Independence Honorary Award geehrt.

Zum Ereignis wurde auch die feierliche Enthüllung des 10. Sterns auf dem von knapp 1000 begeisterten Fans gesäumten OLB Walk of Fame für Nicolas Cage, der Oldenburg vom ersten bis zum letzten Festivaltag in Atem hielt. An die 17000 Zuschauer besuchten das Festival, der bislang erfolgreichste Jahrgang, der am Sonntag mit der Closing Night Gala, dem Abschlussfilm „Die Ökonomie der Liebe“ von Joachim Lafosse und der Bekanntgabe der Preisträger festlich zu Ende ging.

Die Kurzfilmjury, bestehend aus Schauspiel-Agent und Produzent Georg Georgi, Schauspieler Antonio Wannek und Regisseur Dušan Mili? vergab den German Independence Award für den Besten Kurzfilm an den türkischen „The Circle“ von Ruken Tekes, der die Jury mit seiner „universellen Relevanz“ überzeugte und sie mit seiner „allegorischen, beispielhaften Kraft und seiner poetischen Bildsprache extrem bewegte“.

Wie im letzten Jahr wurde auch in diesem Jahr Oldenburg wieder zur passenden Bühne für die Bekanntgabe der PRIX FIPRESCI Nominierungen für den besten Nachwuchsfilm beim Europäischen Filmpreis nach der Jury-Sitzung unter Vorsitz von Dagmar Jacobsen.

Der Seymour Cassel Award für die besten Darsteller ging in diesem Jahr an Noémie Merlant  für ihre Hauptrolle in „Twisting Fate“ sowie an André Hennicke in „Strawberry Bubblegums“.

Eine lobende Erwähnung fand das Advisory Board des Filmfest Oldenburg zudem für das Schauspieler-Ensemble des israelischen Films „One Week in a Day“ für die fein austarierten Gefühle und darstellerischen Bandbreite des Ensembles, das die Festivalbesucher zu Tränen rührte. Der Preis nahm Hauptdarsteller Shai Avivi im Namen des Ensembles entgegen.

Der Hauptpreis, der German Independence Award für den besten Film in der Independent-Reihe des Filmfests ging ebenfalls an eine türkische Produktion, an Emre Konuks intensives Paranoia-Drama „The Apprentice“.

Diesjähriger Ehrengast des Filmfest Oldenburg: Schauspieler Moritz Bleibtreu.

Auch in der Vergangenheit gehörten bereits zahlreiche bekannte Größen zu den Gästen des Filmfests: Neben Nicolas Cage und Amanda Plummer (Tribute) natürlich Christophe Honoré (Retrospektive), Deborah Kara Unger und RP Kahl sowie André Hennicke und Jasmin Tabatabai („Strawberry Bubblegums"), Barnaby Metschurat und Lavinia Wilson („Hey Bunny“), Anna Fischer und Tim Sander („Das letzte Abteil"), der letztjährige German Independence Award-Gewinner Tom Sommerlatte („Im Sommer wohnt er unten"), Jack und Larry Fessenden, deren "Stray Bullets" auf dem Festival gefeiert wurde, Ketel Weber („Dr. Ketel“, Bester Film in Oldenburg, 2011) und junge, spannende Talente wie Noémie Merlant („Twisting Fate“) oder Nastassja Kinskis Tochter Sonja Kinski, die in Michael Reichs „She’s Allergic to Cats“ zu sehen war. Prominenten Besuch bekam das Festival zudem durch den Luxemburger Politiker Jean Asselborn, den dienstältesten Außenminister innerhalb der europäischen Union und Protagonisten in Pasha Rafiys Dokumentation „Foreign Affairs“.