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Information zur Veranstaltung

Im Fokus des Kammermusikprogramms steht das Streichquartett, das sich als europäischer Exportschlager seit mehr als drei Jahrhunderten weit über nationale und kulturelle Grenzen hinaus entwickelt hat. SAITENWECHSEL zeigt, wie sich jüdische Komponisten verschiedener Epochen ideenreich mit der ureuropäischen Gattung auseinandergesetzt haben. Der polnische Komponist Mieczysław Weinberg bewegt sich in seiner Musik an der Grenze von Spätromantik zu Neoklassizismus. In seinem 8. Streichquartett ist der Einfluss von Klezmer-Musik nicht zu überhören. Das nur drei Jahre später entstandene Quartett "Summer Strings" des 1935 von Deutschland nach Israel emigrierten Tzvi Avni orientiert sich am östlich-mediterranen Stil, der zu dieser Zeit die Musikszene seiner neuen Heimat dominierte. Felix Mendelssohn Bartholdy hatte sich bereits an der Komposition einiger Streichquartette versucht, als er im zarten Alter von 16 Jahren das "Oktett Es-Dur op. 20" erschuf. Genial lotet Mendelssohn die Klangwelten der doppelten Quartettbesetzung von kammermusikalisch bis symphonisch aus – nicht umsonst zählt das Oktett zu den großen Meisterwerken der Kammermusik.

Eine Reihe der Romanfabrik in Zusammenarbeit mit dem Mutare Ensemble und der Jungen Deutschen Philharmonie Frankfurt.(Quelle Bild: Achim Reissner)