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Information zur Veranstaltung

KuSch goes Varieté, Vol. 12

Die Lonely Husband, Duo Sienna, Marc Dorffner, Anisa Elakel, Stefan Bauer, Der Sculp und DITO

Seit dem Jahr 2008 gibt es die Varieté-Abende in der KuSch und sie haben seitdem ein immer größeres Publikum gefunden. Damals haben wir versucht, dem ohnehin schon breiten Spektrum einen weiteren Farbtupfer hinzuzufügen. Mit „KuSch goes Varieté“ startete seinerzeit etwas, von dem wir alle nicht wussten, wo die Reise hingehen würde. Nun steht bereits die zwölfte Auflage dieses Konzepts an, das sich augenscheinlich durchgesetzt hat.
Seit vier Jahren sind die Abende stets im Vorfeld ausverkauft, 2018 waren es sogar erstmals drei Shows, die zu sehen waren. Der Erfolg liegt auch daran, dass die Zuschauer hier ein Programm erleben, das denen im G.O.P., dem Krystallpalast oder dem Tigerpalast in nichts nachsteht. Verantwortlich dafür ist „Herr Niels“, alias Niels Weberling, mit dem wir gemeinsam die Shows Jahr für Jahr zusammenstellen. Diese sind dann so nur in Herborn zu erleben, was sie noch einzigartiger macht.

Und in jedem Jahr versuchen wir bei der Auswahl der Künstler besondere Schwerpunkte zu setzen. War es beispielsweise 2018 eine Show mit speziellen Typen und magischen Momenten, wird der Focus 2019 verstärkt auf Akrobatik und Artistik liegen. Dabei könnte die Überschrift lauten: Junge Wilde treffen auf alte Hasen!

Folgende Künstler sind dabei für sie mit von der Partie:

Zwei Männer jammen, tanzen und flöten sich meisterlich durch die Geschichte des Pop. Doch kaum sind die letzten Töne verklungen, fällt die wohltemperierte Maske der Harmonie. Rick van Nöten, der überdynamische Mister Showbiz, und sein angestaubter Kollege Ferdi Fachblatt entpuppen sich als biestige Konkurrenten. Während Rick sich selbstverliebt in der Gunst des Publikums suhlt, klaut Fachblatt seinem Chef die Pointen und outet sich als ungelenke Rampensau. Harmlose Plaudereien eskalieren zu absurden Wortgefechten und so begeistern die beiden das Publikum mit heiteren Gemetzeln voller Situationskomik. Erleben sie zwei Männer in der ganzen Pracht ihrer von Krisen gebeutelten Midlife-Vielfalt. Allein sind sie unausstehlich – zusammen unschlagbar und als „Die Lonely Husband“ eines der meistgebuchten und unterhaltsamsten deutschen Moderations-Duos im Varieté.

Das „Duo Sienna“ – das sind Sina Brunner und Vienna Holz. Sie zeigen mit ihrem Können das ganze Spektrum weiblicher Power und Ästhetik. Die beiden jungen Künstlerinnen aus der Hauptstadt haben sich an der Staatlichen Artistenschule ausbilden lassen und waren im Rahmen der Absolventenshow bereits 2016 bei uns zu Gast. Direkt nach ihrem Abschluss konnten sie sich beim European Youth Circus Festival in Wiesbaden über einen Sonderpreis der Jury freuen und sind seitdem aus der Varieté-Szene nicht wegzudenken. Mit dem Chinesischen Mast und dem Luftring hat sich das „Duo Sienna“ zwar recht klassische Turngeräte ausgesucht, interpretiert sie jedoch auf erfrischend neuartige Weise. Beide schaffen es, Eleganz und Kraft faszinierend zu verbinden. Sie verstehen sich ohne Worte und genießen jede Sekunde in tiefster Verbundenheit. Mit blindem Vertrauen ergänzen sich diese starken Charaktere perfekt und schaffen somit Momente von packender Intensität.

Er ist ständig in Bewegung und steht immer unter Hochdruck: Tempo-Jongleur Marc Dorffner begeistert das Publikum nicht nur mit Charme und hochanspruchsvollen Tricks. Er zieht es regelrecht in seinen Bann. Ob auf dem Boden oder hoch oben auf seiner Leiter balanciert und jongliert er sich in die Herzen des Publikums. Entweder in den klassischen Circus-Manegen, die er nach dem Abschluss an der Staatlichen Artistenschule Berlin gerne als Bühne genutzt hat, aber auch bei den „klassischen“ Varieté-Events ist er präsent. Marc war Teil der ersten Absolventenshow „Artefex“, die 2014 bei uns Station gemacht hat.

„Grammophobia“, so hieß die Absolventenshow, bei der Anissa Elakel Teil des Abschluss-Jahrgangs und somit auch in der KuSch war. Ihre Leidenschaft für die Artistik entdeckte Anissa schon früh: Noch bevor sie richtig laufen konnte, führte ihr Vater, selbst ein Artist, sie an die Akrobatik heran. Bevor sie mit 14 Jahren nach Berlin auf die Staatliche Artistenschule wechselte, besuchte sie eine sportbetonte Schule mit dem Schwerpunkt Rhythmische Sportgymnastik und Leistungsturnen. Im Jahr 2010 wurde sie mit ihrer Gruppe Deutscher Meister. Und heute wundert es niemanden, dass sie sich auf den Händen so sicher bewegt wie manch andere noch nicht einmal auf den Füßen.

Er begann im Alter von fünf Jahren sich selbst die ersten Tricks mit dem Diabolo beizubringen. Dabei beließ er es allerdings nicht: Als Jugendlicher schloss sich Stefan Bauer einem Zirkusprojekt an, perfektionierte später sein Können in Finnland und wurde dann an der Zirkusschule Codarts in Rotterdam angenommen. In Herborn zeigt er nun sein gesammeltes Repertoire an unglaublichen Tricks. Technisch wie darstellerisch eine ganz neue Art des Diabolo-Spiels in seinem Act "White n Nerdy", in dem ein Nerd Selbstvertrauen durch sein Spiel mit dem Diabolo erlernt. Man muss ihn einfach lieben, sicher!

Nanu, was ist denn das? Oder besser: Wer? Der Sculp spannt in seiner Person, den Bogen von den Anfängen menschlicher Kultur bis zum futuristischen Ausblick, menschlicher Avatare aus Metall. Seinen Körper formt er zu Skulpturen, die uns seltsam vertraut erscheinen und vollführt akrobatische Kunststücke, die der Schwerkraft zu trotzen scheinen. Zusätzlich kann er auch als Klangkörper in Erscheinung treten. So intoniert er mystische Kehlgesänge, singt sphärische Obertonmelodien und brilliert mit einer klassischen Tenorstimme. Auf einem metallenen, futuristischen Didgeridoo spielt er archaische Grooves zu elektronischen Flächensounds. Mystisch, magisch, gut!

DITO hat ein Faible für die 20er und 30er Jahre, genauer gesagt für die Tänze dieser Zeit. Da können Sie sich nichts drunter vorstellen? Abwarten und Hinsehen! Als freundlicher Gepäckträger vom Hauptbahnhof zeigt er mit dem Steptanz auf drei Koffern eine eigene Variation des klassischen Genres. Jede Varietégattung kannte auch die exzentrische Form der Darbietung, es gab exzentrische Jongleure, Akrobaten, Zauberer und den exzentrischen Tanz. Um letztgenannte Disziplin dem Vergessen zu entreißen, hat sich DITO aufgemacht, einen Klassiker der 20er-Jahre-Zeit salonfähig zu halten, den sogenannten „Rubber Legs“ oder „Legomania“, bei dem es, wie es der englische Name schon andeutet, vor allem auf die Beinarbeit ankommt.

Varieté-Shows in der KuSch - sie sind einer der Höhepunkte im Jahresprogramm. Wir freuen uns auf die inzwischen schon zwölfte Ausgabe. Und wieder gilt: Dieses Programm gibt es in dieser Zusammenstellung nur in Herborn zu sehen!