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Information zur Veranstaltung

Lothar Bölck - das urkomische Kabaretturgestein live erleben!

Der „Louis de Funés des deutschen Kabaretts“ - Lothar Bölck - blickt auf ein langes und erfolgreiches Komikerdasein zurück. Und das, obwohl er in jungen Jahren zunächst eine Karriere im Außenhandel anstrebte. Glücklicherweise entschied er sich schon bald um und macht seither die Comedy-Bühnen des Landes unsicher. So wirkte er etwa zwischen 1983-86 als Kabarettist bei den Frankfurter „Oderhähnen“ mit, aber auch beim legendären Berliner Kabarett-Theater „Distel“ stellte er sein Talent bereits unter Beweis (1997-98).

Sein Durchbruch gelang ihm gemeinsam mit Hans-Günther Pölitz und Rainer Basedow mit der populären MDR-Kabarettsendung Die drei von der Zankstelle, in der er bis 2006 zu sehen war. Dass nicht nur sein Publikum, sondern auch die Kritiker ihn lieben, zeigen zahlreiche Preise, die er im Laufe seiner Karriere einheimsen konnte. Darunter zum Beispiel die Scharfe Barte (2006/Melsunger Kabarettpreis) und jüngst der Neuwieder DeichKunstPreis für Kabarett (2015).

Aktuell ist er mit zwei Solos unterwegs, in denen er einen satirischen Blick auf unsere Gesellschaft wirft. Seine bekannte Fernseh- und Bühnenfigur, den Pförtner im Bundeskanzleramt, schickt er in seinem vorläufig letzten Programm in den Unruhestand. Nutzen Sie die Chance, und lassen Sie sich ein letztes Mal auf urkomische Weise durch das Kanzleramt führen.

(Quelle Text: sw | ADticket GmbH)

"Dummerland" oder "Was weiß ich denn?"
Laut einer Statistik können 27% der Deutschen nicht lesen. Die übrigen 64% können nicht rechnen. Früher hieß es: Wissen ist Macht! Heute nur: wissen, wer´s macht. Da erhebt sich die Frage: Wo lassen Sie denken? Wir haben keine Ahnung, was uns dumm macht, aber es funktioniert super. "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Albert Einstein) Nach der Einstein'schen Relativitätstheorie ist offenbar unser Bildungssystem ausgerichtet worden. Motto: Neben einem Vollidioten ist ein einfacher Idiot relativ intelligent. Das ist genügend. Die Gesellschaft ist geteilt: Es gibt Menschen, die sind erschreckend einfach, andere sind einfach erschreckend. Beim Anblick der einen machen sich die anderen in die Hosen. Und das Fernsehen geht ans Eingemachte. Fernsehen ist Bildungsaufgabe: Je länger man sich die Glotze reinzieht, desto schneller gibt man die Bildung auf. Wenn man bedenkt, dass dieselben Menschen, die sich eine Pizza in vier statt in acht Stücke schneiden lassen, weil sie acht nicht schaffen, wählen dürfen, kann einem Angst und Bange werden.

"Der Louis de Funès unter den deutsche Kabarettisten" (Celler Nachrichten) sucht nun in seinem neuen Programm Antworten, auf die es anscheinend keine Fragen gibt. Warum soll man nach dem Bildungsweg fragen, wenn man eine NaviApp hat? Ist ein Politiker konsequent, weil er viel geredet, aber nichts gesagt hat? Wenn wir immer mehr Demokratie in andere Länder exportieren, haben wir dann am Ende selbst keine mehr? Und vor allem: Hat jedes Pro und Kontra auch sein Für und Wider? Wenn Sie sich Antworten darauf geben wollen, begeben Sie sich bitte mit Lothar Bölck zwecks Fortbildung auf eine Reise ins "Dummerland". Denn Sie wissen ja: Fortbildung heißt Fortbildung, weil – nach der Fortbildung ist die Bildung fort. Und dann heißt es: Was weiß ich denn?

Pfortissimo - Rest of Pförtner
Wenn es ein Anfang vom Ende gibt, dann muss es auch ein Ende vom Anfang geben. Aber was fängt dann an? Und wann endet es? Lange Zeit hat er alles geschluckt. Jetzt will er sein Schweigen brechen. Aber, nicht jeder, der in sich geht, findet hinterher wieder hinaus. Dennoch, die Erkenntnis des Pförtner im Bundeskanzleramt lautet: Politiker sind nicht an der Macht, sie sind nur an den Regierungen. Und das Wort „Regierungen“ kann man nicht übersetzen, denn Regierungen muss man überstehen. Schließlich ist es dem Pförtner im Kanzleramt egal, wer unter ihm Kanzler ist. Als langgedienter Türsteher, als assistent manager of people controlling, hat er alle und alles überlebt. Eins hat sich verändert. Früher hat man ihm gesagt, was er machen soll und heute soll er machen, was ihm gesagt wird.

Früher hielten sich Könige aus dem Volk Narren und heute halten die Regierenden das Volk zum Narren. Doch am Ende war es stets dasselbe: Wenn Regenten die Hosen runterlassen, dann zeigen sie ihr wahres Gesicht. Doch wer guckt denn da noch hin? Unwissenheit und Interessenlosigkeit sind die Tugenden aller Mitläufer. Natürlich hat auch der Mitläufer ein Ziel vor den Augen. Und zwar das Brett vor seinem Kopf. Bei manchem ist das Brett allerdings schon so morsch, dass ein Holzwurm darin verhungern muss. Das Brett vor dem Kopf ist die Tragfläche für geistige Höhenflüge. Doch wer immer über den Dingen schwebt, muss sich nicht wundern, wenn er kein Bein mehr auf den Boden kriegt.

Kabarettist Lothar Bölck, bekannt als Pörtner aus dem „Kanzleramt Pforte D“, der gleichnamigen Polit-Satire des MDR Fernsehens, begibt sich mit seinem vorläufig letztem Soloprogramm auf Abschiedstournee. Seine Bühnen- und Fernsehfigur, den Pförtner, schickt er in den Unruhestand. Sein “weisen sie sich bitte aus“ nimmt er für sich wörtlich. Doch ein letztes Mal noch wird er die Besucher satirisch durch sein Kanzleramt führen und sie über Macht und Ohnmacht der Politik zum Lachen bringen, wo es manchmal eher zum Heulen ist. Noch einmal will er der Politik den Marsch blasen. Und zwar Pfortissimo. Sein Motto: Wenn wir die gesellschaftlichen Strukturen nicht verändern, werden sich die gesellschaftlichen Veränderungen strukturieren.

Kommen, sehen und hören sie Bölck´s Rest of Pförtner oder was er noch einmal sagen wollte!