Bild: Maria FarantouriBild: Maria Farantouri
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Information zur Veranstaltung

»Maria, die priesterliche, mit ihrem anatolischen Kleid, die Arme an ihren Körper geschmiegt, aufrecht, nur mit der rechten Hand leicht den Rhythmus folgend, Maria ist für mich Griechenland.
So stelle ich mir die Göttin Hera vor, stark, rein und hellwach. Ich entsinne mich keines anderen Künstlers, der mir in solch einem Maße das Gefühl für das Göttliche vermittelt hätte.«
- François Mitterand | ehem. Präsident der Republik Frankreich

Maria Farantouri ist eine herausragende Interpretin sowohl der griechischen als auch der internationalen Musikszene. In den 1960er und 70er Jahren berühmt geworden als die ideale Interpretin der Lieder von Mikis Theodorakis, gilt sie seit Jahrzehnten als die bedeutendste Sängerin Griechenlands, die sich mit Anmut, Kraft und großer Emotionalität zwischen Tradition, Pop, Lied, symphonischen Werken und Moderne bewegt.

Maria Farantouri wuchs in Athen auf. Als sie im Alter von 16 Jahren als Mitglied eines Chores ein Lied von Mikis Theodorakis sang, wurde sie von ihm, der im Zuschauerraum saß, entdeckt.
Weltbekannt wurde sie 1965 mit gerade einmal 18 Jahre alt, als Interpretin seines ergreifenden »Mauthausen-Zyklus«.
Nach dem Militärputsch 1967 verließ sie Griechenland, um in Hunderten von Konzerten auf der ganzen Welt gegen die Armeediktatur in ihrer Heimat zu protestieren.
Überall erregte sie Aufmerksamkeit und Begeisterung.
„Farantouri ist die Joan Baez des Mittelmeers“ schrieb »LeMonde« und „Ihre einzigartige Stimme ist ein Geschenk der olympischen Götter“ der »Guardian«.
In diesen Jahren wurde sie nicht nur zur kulturellen Botschafterin ihres Landes, sondern auch zum Symbol des Widerstands und der Hoffnung für ihr Land.

Seitdem wird sie in einem Atemzug mit Theodorakis genannt, da sie in zahlreichen seiner Oratorien und Liederzyklen die weibliche Solostimme sang, am bekanntesten sicherlich im weltumspannenden »Canto General«. Theodorakis selbst nennt sie „Meine Priesterin“.

Seit den 1980er Jahren widmete sie sich zunehmend auch eigenen Projekten, trat auch wiederholt bei Konzerten der westdeutschen Friedensbewegung auf, teilweise zusammen mit Theodorakis, teilweise auch gemeinsam mit dem türkischen Sänger Zülfü Livaneli – dies auch als bewusster Protest gegen die Feindseligkeiten zwischen griechischen und türkischen Nationalisten.