Bild: Meret Becker
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Information zur Veranstaltung

In zwei Sprachen, Englisch und Deutsch, singt Meret Becker die 13 Songs ihres sechsten Albums „Deins & Done“. Schnell gehen musste gar nichts bei der Produktion, bei den Liedern. Durchsetzen hat sich Meret Becker müssen, damit der rohe Klang der zu Hause in Kreuzberg aufgenommenen Demo-Tapes, an den sie sich als Ausdruck und Textur bereits gewöhnt hatte, nicht glattgezogen wird durch eine allzu perfekte Produktion. Das Ergebnis des Ringens: pure Magie. Und weil wir Magie nicht verstehen, sondern nur spüren können, an dieser Stelle ein sachdienlicher Hinweis: Wer CocoRosie mag und Tom Waits, der wird sich auch Hier zuhause fühlen, in dem kargen, spartanischen Großstadtblues Meret Beckers, der in seinem Existenzialismus bisweilen klingt wie die akustischen Einstürzenden Neubauten—bekanntlich eine andere Berliner Legende.

Wie ein großer Spannungsbogen reitet „Deins & Done“ die genannten Assoziationen urbaner Sehnsüchte und Projektionen ab, ist es ein Album, das zunächst angesichts seiner Verspielt- und Direktheit verstören mag, um den Hörer nur wenig später umso gewaltiger in den Band zu ziehen. Höhepunkt des Albums ist „Grau“, einer der sogkräftigsten Songs, die Meret Becker je geschrieben hat. Eine singende Säge, die Freizeichen einer Telefonverbindung nach Belgrad, die klagenden Töne einer mit dem Bogen gespielten Gitarre, Merets Gesang und ein Gedicht, vorgetragen von Lenn Kudrjawizki in russischer Sprache, verdichten sich zu einer Kunstmusik, die für die Ewigkeit gemacht ist. Produziert wurde „Deins & Done“ neben Meret Becker wieder von Buddy Sacher, Ingo Krauss und Thomas Stern in Berlin. Das sind genau die musikalischen Wegbegleiter, die schon immer dabei waren, in diesem Sinne ist dieses Album eine Family Affair.