Bild: Mozartchor Speyer
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Information zur Veranstaltung

Mozartchor Speyer

Chor- und Orchesterwerke der Wiener Klassik bringen der Mozartchor Speyer und das Kammerorchester Hockenheim am letzten Oktoberwochenende zur Aufführung. Am Freitag, 30. Oktober, bietet um 19 Uhr die Schlosskirche Mannheim den festlichen Rahmen und am Samstag, 31. Oktober, um 20 Uhr die Kirche St. Bernhard in Speyer. Auf dem Programm stehen die sogenannte Nelson-Messe von Joseph Haydn und zwei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart: sein Kyrie in d-Moll und die Pariser Sinfonie.

Haydn schrieb die „Missa in Angustiis“ 1798 für seinen langjährigen Auftraggeber Fürst Esterhazy. Wie ihr Name (Messe in der Bedrängnis) sagt, entstand sie in der sehr schwierigen Zeit der napoleonischen Kriege. Sie ist als einzige Messe Haydns in einer Moll-Tonart verfasst. Ihren Beinamen „Nelson-Messe“ verdankt sie dem Umstand, dass der britische Admiral Lord Nelson auf seiner Rückreise von der siegreichen Seeschlacht vor Alexandria dem Fürst Nikolaus II. Esterházy einen Besuch abstattete, wobei ihm zu Ehren diese Messe aufgeführt worden sein soll. In der gleichen Tonart d-Moll geschrieben ist auch Mozarts Kyrie KV 341. Ein ausdrucksstarkes Werk von großer kompositorischer Strenge, das in der eindringlichen Bitte um Gottes Erbarmen zugleich die Furcht vor dem Ungewissen und das Vertrauen auf eine rettende Güte erahnen lässt. Ganz andere Töne schlägt die Pariser Sinfonie an. Mozart komponierte sie 1778 in der Hoffnung auf eine lukrative Anstellung in der französischen Hauptstadt. Dazu bediente er sich des ganzen instrumentalen Repertoirs der Pariser Musikszene einschließlich Pauken, Trompeten und Klarinetten und komponierte eine prunkvolle, mit vielen Effekten und Überraschungen gespickte Sinfonie. Der große Eindruck beim Publikum ist ihm damit - bis heute - zweifellos gelungen. Die Anstellung freilich konnte er trotzdem nicht ergattern. Mit Chor und Orchester, die zum ersten Mal konzertant zusammenarbeiten, sind vier Vokalsolisten zu hören. Den Sopranpart übernimmt die in Hamburg lebende Hanna Ramminger, zu deren Repertoire neben Opernpartien im lyrischen Sopranfach auch die Solopartien der großen Oratorien und Messen von Händel bis Haydn und Brahms gehören. Pia Knoll mit ihrem beeindruckenden Stimmumfang – diesmal in der Alt-Lage –, Peter Münch (Tenor) und David Jones, Bass-Solist aus Speyers englischer Partnerstadt Spalding, vervollständigen das Solistenquartett.