Bild: Noëmi Waysfeld
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Information zur Veranstaltung

Noëmi Waysfeld

Eine faszinierende Sängerin aus Paris mit einer ebenso faszinierenden Verschmelzung kultureller Hintergründe!


Wenn Waysfeld ihren samtenen Alt erhebt, spüren wir die Bühnensouveränität einer Barbara, die Wehmut slawischer Nomaden, die chansoneske Attitüde eines Georges Brassens und die wendige Phrasierung großer afroamerikanischer Sängerinnen.

Die Rede ist von Noëmi Waysfeld, Sängerin, Poetin und Entdeckerin. In Paris geboren, ist sie von klein auf mit Klassik, Jazz und jüdischer Tradition vertraut. Sie singt, spielt Violoncello und glänzt auch auf der Theaterbühne – und das nicht nur im Rahmen ihres Studiums am Conservatoire Superber d’Art Dramatique.

Doch es ist die Musik, die sie 2008 mit der Gründung ihres Quartetts Blik zum Dreh- und Angelpunkt ihres Schaffens macht. In dieser Formation beginnt sie ihre Reise in die Vergangenheit. Die Suche nach unentdeckten Facetten der traditionellen jüdischen Musik bringt sie zurück zu ihren eigenen jiddischen und russischen Wurzeln und zu deren Sprachen. Für ihr Debüt-Album „Kalyma“ hat sie 2012 „in einem atemberaubenden schöpferischen Akt“ (www.hagalil.com) russische Gefangenenlieder der Stalin-Ära adaptiert nach den „Songs OF The Siberian Prisoners of Tday“ von der jüdischen russin Dina Vierny. In Verbindung mit jiddischen Chansons schafft sie ein Meisterwerk, das „Jazzattitüde mit Shtetl-Hinterhof, Orientalismen und Mediterranes mit dem Blues der sibirischen Steppen“ (Mathias Bäume) vereint.

An diesen Erfolg knüpft sie 2015 an: Für ihr Album “Alfama” hat sie legendäre Fados, den portugiesischen Blues, ins Jiddische übertragen. Für Waysfeld teilen diese beiden Musikstile dieselbe Sehnsucht, Melancholie und innere Zerrissenheit. Emotionen spielen das dominierende Element, aber stets mit einer mitfühlenden und fesselnden Leichtigkeit. Wasyfeld’s sanfter Alt ist die perfekte Besetzung für dieses Gefühlskino. Unterstützt wird sie von ihrem kongenialen Trio Blik, bestehend aus Akkordeonist Thierry Bretonnet, Florent Labodiniere an der Gitarre und Bassist Antoine Rozenbaum. Auch hier ist ein facettenreiches Spektrum an Musikstilen vereint. Von der Musette, über italienische Folklore bis zu Roma-Traditionen, arabischen Klängen und immer wieder dem Jazz „wetteifern die Musiker wagemutig in diesen Liedern, die zum Tanzen und Weinen bringen, Lieder, die geformt sind von der Seele des Sklaven, vom Jazz, von der mediterranen Spähre und der jiddisch-russischen Folklore.