Bild: Renate Bergmann
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Information zur Veranstaltung

Renate Bergmann - "Wer erbt muss auch gießen"

Twitter, Facebook und ihre Bestseller "Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker", „Das bisschen Hüfte, meine Güte“ oder „Kennense noch Blümchenkaffee“ haben die Bergmann zu Deutschlands berühmtester Online-Omi gemacht. Jetzt kommt sie mit ihrem neuen Buch auch nach Fürstenwalde! Manchmal recht tüdelig, ist sie aber in Sachen moderne Kommunikationsmittel ganz vorn dabei. Sie kennt «Fäßbuck» und «Gockel», ist ständig «onlein» und twittert sich auf ihrem neuen «Händi» die alten Finger wund. Weihnachten aber gerät sie unverhofft auf Abwege. Eigentlich will sie Kirsten in Brunskögel besuchen, steigt aber in Tegel blöderweise in den falschen Flieger …

Seit Anfang 2013 erobert sie Twitter mit ihren absolut treffsicheren An- und Einsichten. Sie hat vier Männer unter die Erde gebracht, schwört auf Nordhäuser Korn und liest gerne fremder Leute Postkarten: Renate Bergmann, geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin. Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet. Sie ist 82 Jahre alt und macht ihre Vorlieben und Sorgen im Internet publik. Alles. Ausnahmslos. Und ausschließlich. Zehntausende lesen im Internet, was die schrullige Dame mit dem schütteren Haar und dem Hang zu Buttercreme erlebt, denkt und zu beschimpfen hat.

Wohl wissend, dass sie ein fiktiver Charakter ist. Denn nette Omi ist ein Mann, der in dem umstrittenen Genre Twitteratur längst die Bestellerlisten erobert hat. Torsten Rohde, Jahrgang 1974, hat in Brandenburg/Havel Betriebswirtschaft studiert und als Controller gearbeitet. Sein Twitter-Account @RenateBergmann, der vom Leben einer online-Omi erzählt, entwickelte sich zum Internet-Phänomen.

„Twitter als Literatur – total genial oder nur banal?“, fragt „Die Welt“ schon 2013.

Neues von der Online-Omi 

„Deutschlands bekannteste Twitter-Omi.“ (Bild) hat Zucker und „Ossiporose“, schläft unter einer Heizdecke und hat „den Krieg nicht überlebt, um Kunstfleisch aus Soja zu essen.“: Renate Bergmann 82, aus Berlin. Ihre Männer liegen in Berlin auf vier Friedhöfe verteilt, das Gießen dauert immer einen halben Tag. 
Gleichzeitig sagt sie über sich: Man muss das Leben genießen, solange man noch krauchen kann! Wer weiß, wie lange wir noch reisen können ohne Pflegekraft? Also sind wir los und haben eine Kreuzfahrt gemacht. Meine Freundin Gertrud spricht ja schon seit Jahren von Busfahren und Kluburlaub! Die spinnt doch! Da pullern Kinder ins Wasser und man muss den ganzen Tag Ententanz machen. Nicht mit Renate Bergmann! Ich spendierte uns einen richtigen Urlaub.
Also sind wir los und haben eine Kreuzfahrt gemacht. Die fahren gar nicht über Kreuz, sondern eine große Schleife. Wussten Sie das?
Torsten Rohde, Jahrgang 1974, hat in Brandenburg/Havel Betriebswirtschaft studiert und als Controller gearbeitet. Sein Twitter-Account @RenateBergmann, der vom Leben einer online-Omi erzählt, entwickelte sich zum Internet-Phänomen, seine Bücher unter diesem Namen standen mehrere Monate auf den Bestsellerlisten.
Anke Siefken arbeitet seit über 35 Jahren an diversen Theatern in Deutschland und der Schweiz. Sie spielte die Renate Bergmann in der Uraufführung von „Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker“ als Solostück in Ulm, später in Zürich und in Berlin. Siefken tritt bei den Lesungen von Torsten Rohde als Renate Bergmann auf. 

Veranstaltung der Fouqué-Bibliothek in Kooperation mit dem Brandenburger Theater