Bild: Rolf MillerBild: Rolf Miller
Tickets für Rolf Miller hier im Vorverkauf erwerben und ihn mit seinen Programmen Alles andere ist primär oder Obacht Miller live erleben. weitere Infos

Information zur Veranstaltung

Rolf Miller feierte einst auf der Kulturbühne Biermichel Bühnenpremiere mit dem Programm “Brennzeichen D – kurz vorm Höhepunkt”. Den Durchbruch als Kabarettisten schaffte er 1994 mit “Ich Deutscher – nix verstehn” und gewann damit das Passauer ScharfrichterBeil und den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg. Die Show war ein Experiment, das er zusammen mit der Medienkünstlerin Marion Pfaus entwickelt hatte. Es bestand aus Live-Videomaterial und aus Mitschnitten vergangener Auftritte von Rolf Miller. 1998 erschuf er gemeinsam mit Axel Naumer die Bühnenfigur, die er ab da an bis heute immer wieder verkörpert.
 
2006 erhielt Rolf Miller sogar den Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Kabarett. Seine in den Neunzigern erschaffene Kunstfigur trägt seine Weisheiten in odenwäldischer Mundart vor. Mit einer zur Bühne gewordenen Stammtischrede handelt Rolf Miller relevante Themen aus Politik und Gesellschaft ab. Seine Gedanken schießen nur so umher, Sätze enden plötzlich und werden von neuen impulsiven Erörterungen abgelöst. “Hinter jeder Pause lauert die Pointe” wurde dieses verbale Gewitter von der Jury des Deutschen Kleinkunstpreises genannt. Auf der Bühne braucht er dafür nicht viel, nur eine Wasserflasche und einen Stuhl. Genau deshalb gilt Rolf Miller auch als einer der konsequentesten Minimalisten des deutschen Kabarett.
 
Bis Oktober 2014 war Rolf Miller noch mit seinem Programm “Tatsachen” unterwegs, danach ging es mit der neuen Show “Alles andere als primär” weiter. Rolf Miller Tickets jetzt im Vorverkauf sichern! (Quelle: ADticket.de | Text: emm | AD ticket GmbH)
 
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Alles andere ist primär
„Wenn der Schuss nach vorne losgeht“ oder „Ich nehm mich selbst nicht so wichtig, wie ich bin.“- das wären Titelalternativen für Rolf Millers viertes Kabarettprogramm gewesen. Hier spürt man schon, wo’s langgeht - Millers Alter Ego würde sagen: „So gut, dass es schon wieder blöd ist.“


Millers Antiheld merkt nicht, was er da anrichtet. Er ist nicht allwissend, im Gegenteil. Miller kommt von unten. Oder um es mit Karl Kraus zu sagen „Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.“ Miller erhielt zuletzt den deutschen Kabarettpreis für seine komponierten Stammelsymphonien. Denn keiner versteht es so gut wie er, mit Banalem Kompliziertes auszudrücken. Er spricht hinterhältig indirekt Wahrheiten aus, die weh tun. Und trifft von hinten durch die Brust - bevor wir es merken, lachen wir erst mal, und dann tut es noch mehr weh.


Schneller, höher, weiter? Garantiert nicht. Es wird langsamer, breiter, härter. Nach seinen Erfolgsprogrammen „Kein Grund zur Veranlassung“ und „Tatsachen“ wissen wir eins sicher: Millers namenloser Held wird in „Alles andere ist primär“ noch grandioser scheitern - und das gönnen wir jedem Zuschauer.


Werden er, Achim und Jürgen sterben? Haben Frauen endlich Namen? Kommen sie überhaupt vor? Was haben Tatortmanie, Sudoku und Facebook damit zu tun? Wir werden es erfahren, unser Sportsfreund für alle Lebensfragen garantiert nicht. 

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Obacht Miller
Hier der ausländerfeindliche Syrer, da der vegane Jäger, dort Achim, Jürgen und Rolf, wie immer zu viert im Sixpack, all inclusive. Alles scheint wie immer, und bleibt genauso anders. Die Zeiten ändern sich, Miller bleibt - trocken wie eh und je, in seiner unnachahmlichen Selbstgefälligkeit. "Me, myself and I" - wo ist das Problem, ich bin mir genug - aber damit reicht es jetzt endlich noch lange nicht: OBACHT! - das neue Programm von Rolf Miller.

Das Halbsatz-Phänomen zeigt uns erneut, dass wir nicht alles glauben dürfen, was wir denken... „Ball flach halten, kein Problem...ganz ruhig", „alles schlimmer äh... wie sich‘s anhört..." wie immer weiß Miller nicht, was er sagt, und meint es genauso, denn wenn gesicherte Ahnungen in spritzwasserdichte Tatsachen münden, wer erliegt da nicht Millers Charme. Eben. Und das Ganze auch noch besser wie in echt, als ob Gerhard Polt im Audi A6 neben ihm sitzt.

Rolf Millers Figur kann einfach nicht anders: garantiert oft erreicht und nie kopiert. Und bleibt dabei einzigartig wie sie ist, versprochen. - Keine Sorge. Er verspricht uns ein Chaos der verqueren Pointen, mal ums Eck, mal gerade, mit und ohne Dings, lehnen Sie sich einfach zurück, entspannen Sie in ihrem Kampfanzug, und atmen Sie locker aus der Hose - in die Tüte.

Und der Satiriker lässt wie immer nichts aus: die Notwendigkeit eines Atomkrieges, das unerlässliche Selfie beim Autobahngaffen, „äh, jaaaa, wieso denn nicht?“ - oder Jogis Jungs nach der Putin-WM. Und natürlich wie immer die „fleischfressende Freisprechanlage“ (so nennt Achim vorsichtig Millers Ex). Sie: „Und was ist wenn ich morgen sterbe?“ Er: „Freitag.“ Dabei fährt er weiter Cabrio durch die Welt, überzeugt im Diesel, denn Diesel ist Lebensgefühl.

Trefflicher als ein Fan auf Facebook: „Was für ein sinnfreies Gestammel, krank, genial“ kann man es nicht formulieren. Millers Humor geht nach wie vor von hinten durch die Brust, nach dem Prinzip des großen Philosophen Bobby Robbson: „Wir haben den Gegner nicht unterschätzt, wir haben nur nicht geglaubt, dass er so gut ist.“

Mit „Obacht!“ gelingt es Miller im vierten Programm seiner namenlosen Figur endlich einen Namen zu geben. Sie haben dafür freie Auswahl, denn Sie kennen garantiert in ihrem Umfeld einen solchen Freelancer der Ignoranz, und da hilft dann halt wieder nur ein ironisches: eiwanfrei.