
Bequem und sicher zahlen
Schaghajegh Nosrati
Schaghajegh Nosrati Tickets ab 18,00 €
Informationen zur Veranstaltung
Schaghajegh Nosrati
Klavierrezital Schaghajegh Nosrati
Programm:
J.S. Bach (1685-1750)
Italienisches Konzert, BWV 971
L.v. Beethoven (1770-1827)
Sonate für Klavier Nr. 23 in f-Moll, Op. 57 (»Appassionata«)
J. Brahms (1833-1897)
Sonate Nr. 3 für Klavier in f-Moll, Op. 5
Der Verein Haus der Kultur Freiburg e.V. freut sich sehr, mit Schaghajegh Nosrati eine der weltweit führenden Pianistinnen der jüngeren Generation wieder einmal im Rahmen eines Haus-der-Kultur-Konzerts, diesmal in Staufen, begrüßen zu dürfen.
Der Abend widmet sich ganz der Tonalität F mit wegweisenden Werken der »drei großen B« Bach, Beethoven und Brahms.
In den mit der für Bach charakteristischen Art, sich selbst zu Gunsten der Kunst nicht zu wichtig zu nehmen, als »Clavirübung« bezeichneten Sammlungen von Stücken für Tasteninstrumente verbergen sich unter Anderem große Meisterwerke wie zum Beispiel die »Goldbergvariationen«.
Teil II dieser sogenannten Klavierübung wird durch das »Konzert nach italienischen Gusto « (auch italienisches Konzert genannt) in F-Dur eröffnet. Bachs Musik zeigt sich hier wie in so vielen anderen Werken (vgl. Partiten, Englische und Französische Suiten) als Reflexion der Idee der europäischen Völkerverständigung. So liegt dem italienischen Konzert das aus Italien stammende »Concerto Grosso« zu Grunde, welches sich im Laufe der Musikgeschichte zum Solokonzert gewandelt hat. Die Idee, ein ganzes Orchester und Soloinstrumente auf einem einzigen Tasteninstrument darzustellen, ist als revolutionär zu betrachten und hat nachfolgende Komponisten der Romantik wie zum Beispiel Robert Schumann (»Concert sans Orchestre«, Klaviersonate Nr. 3, Op. 14 , übrigens auch in f) oder Charles Valentin Alkan (Klavieretüden Op. 39 Nr. 4-7: »Symphonie«, Klavieretüden Op. 39 Nr. 8-10: »Concerto«) maßgeblich beeinflusst und ihnen den Weg geebnet.
Mit der Sonate für Klavier Nr. 23 in f-Moll, Op. 57 von Beethoven, 1807 im Rahmen von Beethovens sogenannter »mittlerer Schaffensperiode« in Wien erschienen, später durch den Hamburger Verleger Cranz mit der Bezeichnung »Appassionata« versehen, werden neue Wege der hochvirtuosen und orchestralen Darstellung auf dem Klavier bestritten. Eingebettet zwischen den beiden eher introvertierten, zweisätzigen Sonaten Op. 54 (F-Dur) und Op. 78 (Fis-Dur) vereint Beethoven in diesem Werk die Idee orchestraler Expressivität und pianistischer Explosivität sowie einen sich durch das gesamte Werk durchziehenden eruptiven Schmerz. Ein Meilenstein in der Musikgeschichte.
Die Klaviersonate Nr. 3 in f-Moll, Op. 5 des gerade einmal zwanzigjährigen Johannes Brahms, entdeckt und stark gefördert von Clara und Robert Schumann, entwickelt die Idee der in symphonischen, orchestralen Klangfarben gedachten und auf das Klavier übertragenen Musik weiter und der große symphonische Ansatz zeigt sich nicht nur in der Erweiterung auf fünf Sätze, sondern auch durch einen »großflächigen« klangmalerischen Ansatz. Als Gegenpol zur in Klaviermusik gedachten Sinfonik tritt der mit Andante bezeichnete zweite Satz des Werks in Erscheinung, welches auf einem Gedicht von Otto Julius Inkermann (Pseudonym C.O. Sternau) basiert:
»Der Abend dämmert, das Mondlicht scheint.
Da sind zwei Herzen in Liebe vereint
Und halten sich selig umfangen.«
Im zweiten Satz noch verträumt und verklärend, zeigt sich das Liebesthema im vierten Satz in Form eines Trauermarsches und kehrt im fünften Satz in abgewandelter Form strahlend als klanggewaltige Hymne zurück, woraufhin die Musik, mit allerlei kontrapunktischen Raffinessen versehen, in einen virtuosen F-Dur-Triumph der abschließenden Coda geführt wird, die eine Apotheose des Liebesgedichts darstellt.
Programm:
J.S. Bach (1685-1750)
Italienisches Konzert, BWV 971
L.v. Beethoven (1770-1827)
Sonate für Klavier Nr. 23 in f-Moll, Op. 57 (»Appassionata«)
J. Brahms (1833-1897)
Sonate Nr. 3 für Klavier in f-Moll, Op. 5
Der Verein Haus der Kultur Freiburg e.V. freut sich sehr, mit Schaghajegh Nosrati eine der weltweit führenden Pianistinnen der jüngeren Generation wieder einmal im Rahmen eines Haus-der-Kultur-Konzerts, diesmal in Staufen, begrüßen zu dürfen.
Der Abend widmet sich ganz der Tonalität F mit wegweisenden Werken der »drei großen B« Bach, Beethoven und Brahms.
In den mit der für Bach charakteristischen Art, sich selbst zu Gunsten der Kunst nicht zu wichtig zu nehmen, als »Clavirübung« bezeichneten Sammlungen von Stücken für Tasteninstrumente verbergen sich unter Anderem große Meisterwerke wie zum Beispiel die »Goldbergvariationen«.
Teil II dieser sogenannten Klavierübung wird durch das »Konzert nach italienischen Gusto « (auch italienisches Konzert genannt) in F-Dur eröffnet. Bachs Musik zeigt sich hier wie in so vielen anderen Werken (vgl. Partiten, Englische und Französische Suiten) als Reflexion der Idee der europäischen Völkerverständigung. So liegt dem italienischen Konzert das aus Italien stammende »Concerto Grosso« zu Grunde, welches sich im Laufe der Musikgeschichte zum Solokonzert gewandelt hat. Die Idee, ein ganzes Orchester und Soloinstrumente auf einem einzigen Tasteninstrument darzustellen, ist als revolutionär zu betrachten und hat nachfolgende Komponisten der Romantik wie zum Beispiel Robert Schumann (»Concert sans Orchestre«, Klaviersonate Nr. 3, Op. 14 , übrigens auch in f) oder Charles Valentin Alkan (Klavieretüden Op. 39 Nr. 4-7: »Symphonie«, Klavieretüden Op. 39 Nr. 8-10: »Concerto«) maßgeblich beeinflusst und ihnen den Weg geebnet.
Mit der Sonate für Klavier Nr. 23 in f-Moll, Op. 57 von Beethoven, 1807 im Rahmen von Beethovens sogenannter »mittlerer Schaffensperiode« in Wien erschienen, später durch den Hamburger Verleger Cranz mit der Bezeichnung »Appassionata« versehen, werden neue Wege der hochvirtuosen und orchestralen Darstellung auf dem Klavier bestritten. Eingebettet zwischen den beiden eher introvertierten, zweisätzigen Sonaten Op. 54 (F-Dur) und Op. 78 (Fis-Dur) vereint Beethoven in diesem Werk die Idee orchestraler Expressivität und pianistischer Explosivität sowie einen sich durch das gesamte Werk durchziehenden eruptiven Schmerz. Ein Meilenstein in der Musikgeschichte.
Die Klaviersonate Nr. 3 in f-Moll, Op. 5 des gerade einmal zwanzigjährigen Johannes Brahms, entdeckt und stark gefördert von Clara und Robert Schumann, entwickelt die Idee der in symphonischen, orchestralen Klangfarben gedachten und auf das Klavier übertragenen Musik weiter und der große symphonische Ansatz zeigt sich nicht nur in der Erweiterung auf fünf Sätze, sondern auch durch einen »großflächigen« klangmalerischen Ansatz. Als Gegenpol zur in Klaviermusik gedachten Sinfonik tritt der mit Andante bezeichnete zweite Satz des Werks in Erscheinung, welches auf einem Gedicht von Otto Julius Inkermann (Pseudonym C.O. Sternau) basiert:
»Der Abend dämmert, das Mondlicht scheint.
Da sind zwei Herzen in Liebe vereint
Und halten sich selig umfangen.«
Im zweiten Satz noch verträumt und verklärend, zeigt sich das Liebesthema im vierten Satz in Form eines Trauermarsches und kehrt im fünften Satz in abgewandelter Form strahlend als klanggewaltige Hymne zurück, woraufhin die Musik, mit allerlei kontrapunktischen Raffinessen versehen, in einen virtuosen F-Dur-Triumph der abschließenden Coda geführt wird, die eine Apotheose des Liebesgedichts darstellt.
Quelle: Haus der Kultur Freiburg e.V.