Bild: Sigi Zimmerschied
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Information zur Veranstaltung

Sigi Zimmerschied

Seit 40 Jahren ist Sigi Zimmerschied eine bayerische Kabarett- und Schauspielinstanz und hat schon so einige Hochwässer erlebt. Seine Heimatstadt Passau, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, wird seit Jahrhunderten von den Fluten heimgesucht - und das hinterlässt Spuren...Wirkungsvolles Kabarett ist wie Hochwasser. Es kommt überraschend, mit aller Kraft, fordert alle Sinne und hinterlässt irritierte Sicherheit. Das unterscheidet es vom lauwarmen fernsehtauglichen Comedyfußbad. Da hilft kein App. Depp bleibt Depp. Tendenz steigend.„…ein nahezu aristotelisch gebautes Ein-Mann-Drama. Wie Zimmerschied das durchdenkt und spielt – energetisch explosiv, in der Textqualität meisterhaft und in der Detailschärfe der Analyse mikroskopisch genau... Ein berauschender Schauspielexzess. Dieses neue Solo ist grandios.“ Raimund Meisenberger, Passauer Neue Presse.

Der siebte Tag – ein Erschöpfungsbericht

Engelbert Erz ist verzweifelt. Er war als Berater und Assistent seines Chefs an einem universellen Experiment beteiligt. Nach vielen Vorbereitungen erschufen sie innerhalb von sechs Tagen ein komplexes Gebilde. Einen bisher nie dagewesenen Baukasten. Landschaften, Elemente, Lichtwechsel, Kreaturen, Emotionen. Engelbert Erz war begeistert. Ein unvergleichliches Lebenswerk. Am sechsten Tag erschuf der Chef dann noch ein Wesen nach seinem Ebenbilde und wollte sich am siebten Tag ausruhen und mit Freude sein Werk betrachten. Aber je länger er es betrachtete, umso trauriger wurde er. Dann kam der Zorn dazu. Engelberts Sorge um seinen liebgewonnen Baukasten wuchs. Gerade als der Chef alles wieder zerstören wollte hatte er eine große, rettende Idee. Er beruhigte seinen Chef und überredete ihn zu einem weiteren Arbeitstag. Ihm war plötzlich klar geworden, wie man diese Fehlkonstruktion dennoch würde ertragen können. So schliefen der Chef und er am siebten Tag nicht, sondern erschufen etwas ebenfalls noch nie dagewesenes, etwas ungeheuerliches. Den Witz. Verbunden mit einer ultimativen Ansage des Chefs an seinen Schöpfungsassistenten: Dieses Gebilde werde nur solange Bestand haben, als ihre, nun mit Humor ausgestattete Schöpfung in der Lage sei, ihn mindestens einmal pro Woche zum Lachen zu bringen. Ansonsten werde er es zerstören. Engelbert Erz ist verzweifelt. Immer grimmiger stiert sein Chef auf sein Werk. Einen riesigen Hammer in der Hand. Er hat diese Woche noch nicht ein einziges Mal gelacht. Nicht einmal geschmunzelt. Engelbert Erz verbleiben gerade noch zwei Stunden. Und ein paar unterhaltungssüchtige Ahnungslose...

Heil - Vom Koma zum Amok

Sigi Heil feiert seinen fünfundsechzigsten Geburtstag. Allein. Glückwunschkarten bleiben aus, das Telefon stumm, der Gabentisch leer. Nur ein kleines Couvert liegt auf dem Tisch. Noch ungeöffnet. Und Sigi tut das, was er ein Leben lang gemacht hat. Er zerquetscht eine Fliege und feiert sich selbst, spielt sich seine eigene Geburtstagsfeier vor. Die fehlenden Gäste, die ausgefallenen Festredner. Gratulanten treten auf. Ein Geistlicher. Ein Bundeswehrkamerad. Seine Ex. Alle lädiert. Humpelnd. Mit Augenklappe. Arm in der Schlinge. Die Lebenssumme ist ernüchternd. Außer Nasenbeine brechen, Trommelfelle platzen lassen, Katzen vergiften und Singvögel schießen hat er in seinem Leben nichts wirklich gekonnt. Gewalt! Aber ist das nicht auch eine Gabe? Ein Talent? Er trinkt sich das Elend schön. Im Vollrausch öffnet er feierlich das Couvert. Es ist sein Rentenbescheid. Die Büchse der Pandora. Was dann folgt ist nichts Geringeres als das Ende der Welt.