Von der Cover- zur Stadion Rock Band
Glasgow, 1978: Vier junge Musiker schwärmen für David Bowie. Besonders gut gefällt ihnen die Single The Jean Genie von dem Album Aladdin Sane. Ein Stück, das den Autoren Jean Genet mokiert und als Protagonisten eine Figur zeichnet, die Iggy Pop ähnelt. "He's So Simple Minded He Can’t Drive His Module." Dieser Zeile wird der Bandname der vier Musiker entlehnt. Sie nennen sich seitdem Simple Minds.
Jim Kerr (Gesang), Charlie Burchill (Gitarre), Brian McGee (Schlagzeug) und Tony Donald (Bass) riefen die Band ins Leben, nachdem sie bereits gemeinsam Erfahrungen in diversen Coverbands gesammelt hatten. Mit Keyboarder Michael MacNeil wurde die Besetzung zunächst komplettiert. Derek Forbes ersetzte während den ersten Demoaufnahmen Bassist Donald. Forbes verlässt 1985 die Kombo, steigt aber von 1997-98 erneut ein. So einfach gestalten sich die ersten Schritte einer Band, die in den darauffolgenden Jahren Musikgeschichte schreibt.
Dass aus der Punkband Johnny and the Self Abusers einmal eine Band von internationalem Rang entstehen sollte, konnte damals niemand erahnen. Die ersten Alben, noch stark im Genre des Punk verankert, sind zunächst nicht erfolgreich. Als Vorgruppe von Peter Gabriel steigern sie schließlich ihren Bekanntheitsgrad, verlieren aber trotzdem ihren Plattenvertrag bei Arista Records. Das Label Virgin nimmt sie unter Vertrag und es folgen schließlich Alben und Single-Auskopplungen, die weltweit höchste Chart-Platzierungen einfahren. New Gold Dream stieg mit der Single Waterfront auf Platz 1 der New Zealand-Charts ein. Zwei Jahre später folgt der Durchbruch in den USA mit dem Welthit Don't You (Forget About Me), der zum Evergreen avanciert und der Band um Leadsänger Jim Kerr internationalen Ruhm beschert.
Nach nun fast 45 Jahren Bandgeschichte ist das Gespann immer noch quer über den Erdball unterwegs, füllt die Konzerthallen und besucht auch regelmäßig das Studio. Diese schottischen Legenden bleiben der Musikwelt erhalten und ein Ende ist zum Glück noch nicht in Sicht.
Quelle: ADticket.de