Großes Talent muss nicht immer laut sein. Ein Paradebeispiel dafür ist Sophie Hunger: Zu Schulzeiten war die junge Schweizerin noch sehr schüchtern und zurückhaltend. Als Sängerin der Rockband Fisher legte Sophie Hunger den Grundstein für eine Karriere, die sich sehen und vor allem hören lassen kann. Schon bald begann sie, eigene Songs zu schreiben und veröffentlichte ihr selbst aufgenommenes Album Sketches on Sea im Jahr 2006. Mit Erfolg: Nur ein Jahr später wurde Hunger als Vorband von Stephan Eicher gebucht und trat im Bataclan in Paris und am Schweizer Montreux Jazz Festival auf. Für den Film Der Freund (2008) übernahm Hunger eine Rolle und komponierte den Soundtrack dazu.
Ein starker Start. Der richtige Durchbruch gelang ihr dann 2008 mit ihrem ersten Studioalbum Monday’s Ghost, das sie an die Spitze der Schweizer Album-Charts katapultierte. Seitdem reitet Sophie Hunger auf der Erfolgswelle und fällt vor allem durch ihre eindrucksvollen Live-Shows auf: Sie wurde 2008 mit dem Prix Walo und dem Swiss-Award in der Kategorie Show ausgezeichnet. In den Jahren darauf erhielt das Mega-Talent u.a. einen LEA-Live Entertainment Award für die beste Club-Tournee 2015 in Deutschland und den Zürcher Festspielpreis. Zudem trat sie zusammen mit Max Herre von Freundeskreis beim Bundesvision Song Contest 2013 auf und veröffentlichte 2015 ihr viertes Album Supermoon.
Mit Molecules veröffentlichte die Sängerin 2018 erstmals ein komplett englischsprachiges Album. Dass die Wahlberlinerin mittlerweile in der deutschen Hauptstadt zuhause ist, schlägt sich auch in ihrem musikalischen stetig wandelnden Stil wieder. Das Album weist deutliche Electro-Einflüsse auf, was daran liegen mag, dass die talentierte und passionierte Künstlerin sozusagen Stammgast im Berghain-Club geworden ist. Stilistisch ordnet die Musikerin Molecules als "minimal electronic folk" ein. Ihr Sound ist klar, eingehend und dabei so unaufdringlich facettenreich. Irgendwo zwischen Melancholie, Schwermut und bedingungsloser Hingabe - das ist Sophie Hunger. Mit dieser professionellen Leichtigkeit ist Sophie Hunger mittlerweile eine längst international gefeierte Musikerin, die sich immer wieder neu erfindet.
2020 holt sie Faber und Dino Brandão ins Boot und kreiert mit Ich Liebe Dich ein Album, das seinen Vorgängern zwar in nichts nachsteht, aber anders ist. In Schweizer Mundart entsteht ein Werk, das authentischer nicht sein könnte. Lieder wie Derfi di hebe, Wäge dem und natürlich Ich Liebe Dich und viele weitere bilden ein Liebesmanifest dreier wunderbarer Künstlerinnen und Künstler, die viel verbindet. Absolut hörenswert! 2023 veröffentlichte die Musikerin außerdem ihr jüngstes Album Cinéma. Auf der Platte schafft Sophie Hunger den Spagat zwischen ergreifenden Klangwelten und französischen Chansons wie keine andere. Es ist also kein Wunder, dass das Album von Kritikerinnen und Kritikern wieder einmal hochgelobt wird.
Quelle: ADticket.de