Bild: Soweto Gospel Choir
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„Lieder, die direkt ins Herz treffen“, „Der Rhythmus des Lebens“, jubelt die Presse über die Auftritte des Soweto Gospel Choirs. Seit nunmehr zehn Jahren tragen 30 der besten Sängerinnen und Sänger Südafrikas den Geist und die Tradition ihrer Heimat in die Welt hinaus. Voll ansteckender Lebensfreude, mit ursprünglichen afrikanischen Rhythmen, einer unglaublichen Stimmgewalt und einem riesigen Song-Repertoire begeistert der Chor bei seinen energie- und emotionsgeladenen Konzerten Fans auf der ganzen Welt. In seinen traditionell farbenprächtigen Gewändern bietet er zudem auch einen echten optischen Genuss.

Im Oktober 2002 wurde ein Traum des ehemaligen Chorleiters David Mulovhedzi wahr: Die besten Stimmen aus den zahlreichen Kirchenchören rund um Soweto zu einem Chor zusammenzuführen. Es entstand ein einzigartiger Mix aus traditionellem afrikanischem Gospel und modernen westlichen Spirituals. Der Durchbruch kam im Dezember 2003 mit dem Auftritt bei dem Benefizkonzert „46664“, das unter der Schirmherrschaft von Nelson Mandela als Start einer Kampagne auf die Aids-Epidemie aufmerksam machte. Das Konzert erregte durch die Teilnahme so bekannter Künstler wie U2, Bob Geldorf, Anastasia, Peter Gabriel, Cat Stevens oder Annie Lennox weltweite Aufmerksamkeit und brachte dem Chor neben großen Sympathien eine enorme Popularität. Es folgte eine unglaubliche Reise, die die Sängerinnen und Sänger von den Straßen der Townships zu den größten und renommiertesten Konzerthäusern der Welt, wie z.B. dem Opernhaus in Sydney, der Royal Festival Hall in London oder der Carnegie Hall in New York führte, in denen ihnen ein kontinuierlich wachsendes Publikum zujubelte.

Bereits die erste CD „Voices From Heaven“ zog großes Interesse auf sich. Für ihr zweites Album „Blessed“ wurde der Soweto Gosple Choir 2006 mit dem Grammy ausgezeichnet, 2008 folgte der zweite Grammy für „African Spirit“. Und auch die großen Stars, wie z.B. Céline Dion, die Red Hot Chilli Peppers oder Robert Plant, lassen es sich nicht nehmen, immer wieder mit diesen Ausnahmekünstlern aufzutreten oder sie als Support zu verpflichten. 2010 sang der Soweto Gospel Choir gemeinsam mit US-Star R. Kelly die WM-Hymne „Sign of Victory“ – der emotionale Höhepunkt der WM-Einweihungsfeier 2010.

Aber trotz ihres Lebens in der Glitzerwelt des Showbusiness und der weltweiten Anerkennung haben sich die Künstler ihre Bodenständigkeit bewahrt. Denn in ihrem Gepäck haben die Sänger nicht nur Musik, sondern auch eine Botschaft über die soziale Verantwortung. Sie sind Botschafter für Nelson Mandelas Aids-Stiftung und unterhalten auch „Nkosi’s Haven“, eine Einrichtung für Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind. In Südafrika sind Gesang, Tanz und Trommelklänge ein integraler Teil des Lebens und der Religion der schwarzen Bevölkerung. Auch wenn Gospelmusik als „Erfindung“ afrikanischer Sklaven in den USA des 18. Jahrhunderts gilt, so hat die musikalische und rhythmische Äußerung von Spiritualität ihre Wurzeln in uralten Stammestraditionen Afrikas. Später wurde Gospelmusik zu einem musikalischen Ausdruck der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika mit der Losung „Nkosi Sikel’i Africa“ – Gott schütze Afrika. Der Soweto Gospel Chor hat seinen Platz im internationalen Musikgeschäft erobert und zählt zu den besten Gospelgruppen der Welt. Das hat einen guten Grund: Diese Ausnahmetalente machen keine Musik – sie sind die Musik selbst! (Hamburger Abendblatt).