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Dass eine Band in keine Schublade passt, wird schnell behauptet. Meist jedoch wird ein Genre lediglich verwässert oder mit einem exotischen Detail ausgeschmückt. Nicht nur deshalb liegt es STILBRUCH – einem Trio mit Musikern aus Leipzig, Dresden und Berlin – fern, zu behaupten, das Fahrrad neu erfunden zu haben. STILBRUCH fühlen sich nämlich gleich in mehreren Schubladen zu Hause: zum einen spielen sie handgemachten, authentischen und eingängigen Rock, der weder Singer/Songwriter-, noch Folk-, Pop- oder Blueselemente ausspart und mit klugen, deutschsprachigen Texten gepaart ist. Zum anderen kommt ihre klassisch fundierte Ausbildung zum Tragen, ihre Virtuosität sowie ihr handwerkliches Können – und sie verblüffen mit einer ungewöhnlichen Herangehensweise: der STILBRUCH-Sound wird ausschließlich mit Cello, Geige, Schlagzeug und Gesang erzeugt. Theoretisch lässt sich von einem fantastischen Klassik-Crossover sprechen, müsste dieser Begriff nicht schon für verpoppte Klassikstandards und rockige Streicherromantik herhalten.

Die Idee, Rockmusik auf klassischen Instrumenten zu zelebrieren, ist dabei keine Marketingstrategie einer Plattenfirma, sondern organisch gewachsen. Und letztlich ist es ja auch viel mehr als das. Der Zauber liegt in der Reduktion, nichts ist aufgebläht, nichts überfrachtet; es gibt kein inszeniertes Beiwerk mit einkalkulierten Aha-Effekten. Erstaunlich bleibt, wie STILBRUCH mit Cello und Geige den Druck einer „echten“ Rockband erzeugen: Durch das gleichzeitige Spielen zweier Töne fehlt es an nichts. Trotz der klassischen Basis und dem hohen spielerischen Niveau wirken STILBRUCH nicht verkopft, sie agieren leichtfüßig und leidenschaftlich.

Bandgründer Sebastian Maul, Absolvent der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ in Dresden, spielt seit seinem fünften Lebensjahr Cello. Mit der musikalischen Sozialisation in der Pubertät kommen jedoch neue Helden wie Bruce Springsteen und U2 und damit der Einfluss der Rockmusik dazu. Zu spät, um ebenso gut Gitarre zu spielen, aber der Beginn einer großartigen Idee. Sein Talent stellt er sowohl als Komponist und Texter als auch als Musiker selbst immer wieder aufs Neue unter Beweis. Unter anderem schrieb er einen Song für den Kinofilm „Das fliegende Klassenzimmer“, komponierte und textete das zweieinhalb stündige Musical „Peace“, lieferte 2008 den offiziellen Song für die Schacholympiade in Dresden und erreichte obendrein 2009 das Finale der Pro 7-Show „Germanys next Showstars“. Seit 2012 lebt der zweifache Familienvater hauptberuflich von und für Stilbruch.

Violinist Eli Fabrikant, Wahlberliner und gebürtiger Lette, spielt seit seinem fünften Lebensjahr Geige und ist seither fasziniert und inspiriert von Klezmer und Folk. Schon in jungen Jahren ist er musikalisch auf internationaler Ebene unterwegs. So tourte er mit 17 Jahren mit dem israelischen Philharmonie Orchester durch China, spielte mit seinem selbstgegründeten Tango Sextett auf dem „Israel Festival“ in Jerusalem und reiste durch Nordindien, um das Instrument Ravanhatta zu erlernen. Zudem profitiert er von seiner musikalischen Ausbildung in Tel Aviv.

Schlagzeuger Gunnar Nilsson besticht durch sein nuanciertes Spiel, detailverliebt beherrscht er die komplette Palette vom druckvollen Part bis zur Rücknahme im entscheidenden Moment – das Inhalieren von Jethro Tull-, Genesis- und Pink Floyd-Schallplatten aus der Sammlung seines Vaters in Kindheitstagen kommt dem erfahrenen Musiker bis heute zugute. Sein Werdegang lässt sich durch unzählige Workshops sowie sein Mitwirken in diversen Projekten als kontinuierliche musikalische Weiterentwicklung beschreiben, was auch dem Hörer nicht verborgen bleibt. Seit 2012 ist er Bandmitglied bei STILBRUCH und bringt dort seine rockigen Wurzeln in vollen Zügen zum Ausdruck.