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The Jesus and Mary Chain live im Rahmen der Damage and Joy Tour 2017. weitere Infos

Information zur Veranstaltung

The Jesus and Mary Chain

Die Indie-Rock-Legende The Jesus and Mary Chain wurde 1983 von den Brüdern Jim und William Reid in ihrer Heimatstadt East Kilbridge in Schottland gegründet. Inspiriert von einer Punk-Band aus den späten 70ern entschied sich das Brüderpaar für handgemachte Gitarrenmusik, denn eines war den beiden schon früh klar: sie wollten anders klingen und gegen den computergesteuerten Synthiesound der 80er rebellieren. So verbarrikardierten sich die beiden Brüder zunächst einmal fünf Jahre zuhause, schrieben fleißig Texte und arbeiteten mit voller Energie daran, das Image und den Sound ihrer zukünftigen Band zu formen. 1983 schickten William und Jim dann erste Aufnahmen an verschiedene Plattenfirmen und holten sich den Bassgitarristen Douglas Hart sowie Murray Dalgish als Drummer an Board. Die Besetzung der Band sollte jedoch häufig wechseln und auch die Auftragslage war zu Beginn alles andere als stetig. Ernüchtert entschieden sich die Schotten 1984 dazu, ihr Glück in London zu versuchen und trafen damit die Entscheidung, die die spätere Erfolgsgeschichte von The Jesus and The Mary Chain ebnen sollte.

Gerade erst in London angekommen, machten sie mit einem Demo-Tape Alan Mac Gee, Plattenboss und schillernder Strippenzieher des Britpop, auf sich aufmerksam. Dieser organisierte einen Auftritt der Band im Londoner Club Living Room. Bereits beim Sound-Check war Alan Mac Gee so vom Können der Band überzeugt, dass er sie just bei seinem Label Creation Records unter Vertrag nahm, und außerdem das Management von The Jesus and The Mary Chain übernahm.

Kurz darauf veröffentlichten die Schotten ihren ersten Song "Upside Down". Die Single stürmte die UK Indie Charts im Februar und März 1985 und blieb dort ganze 76 Wochen bestehen. Insgesamt verkaufte sich die Single ganze 35.000-mal und zählte damit zu einer der meistverkauften Singles in den 1980ern. Stilistisch machte sich die Band daraufhin einen Namen, indem sie Rock 'n' Roll-Einflüsse von Bands wie Velvet Underground, The Stooges und The Shangri-Las zusammenbrachte.

Ihre Live-Gigs spielten sie zunächst vor kleinem Publikum, mit sehr kurzen, manchmal nur zehn Minuten andauernden Konzerten, bei denen sie vor allem auch durch ihr rüpelhaftes Auftreten von sich reden machten. Durch den Erfolg mit "Upside Down" weckten sie schließlich das Interesse von Blanco y Negro Records, einem Tochterunternehmen der Warner Music Group (WEA), zu der die Reid-Brüder mit ihren Bandkollegen 1985 überwechselten. Im gleichen Jahr folgte mit der Veröffentlichung ihres legendären Debüt-Albums Psychocandy ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Bandgeschichte. Die Platte gilt als entscheidender Faktor in der Entstehung des sogenannten Shoegaze-Rock und noch heute werden die Songs des Albums als Cover-Vorlage von Indie-Bands genutzt.

Dem Erfolgskurs von The Jesus and Mary Chain wurde allerdings bei einem Auftritt in Los Angeles im September 1998 ein jähes Ende gesetzt, als sich die Reid-Brüder so sehr zerstritten, dass William noch während des Gigs die Bühne verließ. Der Bruch der Brüder hatte weitreichende Folgen: nicht nur, dass die Tournee abgebrochen wurde, im Oktober 1999 gab man zudem die offizielle Auflösung der Band bekannt. Das Verhältnis der Brüder lag viele Jahre in Trümmern und eine Wiedervereinigung der Band war lange Zeit kaum vorstellbar.
2007 geschah das Unmögliche: die Band reformierte sich und trat im April als Headliner des Coachella Valley Music Festivals auf. Weitere live Auftritte folgten, bis The Jesus and Mary Chain mit dem bezeichnenden Song "All Things must Pass" ihre erste Aufnahme seit 1998 nachlegte. Die Single erschien auf dem Soundtrack der populären Serie Heroes.

The Jesus and Mary Chain: Damage and Joy Tour 2017 live erleben

Erst weitere zehn Jahre später, im März 2017, folgte schließlich das erste neue Studiowerk seit ihrer Reunion: Damage and Joy. Soundtechnisch knüpfen die Schotten damit an das 1998 zuletzt veröffentlichte Studioalbum Munki an und lassen alte Zeiten wieder aufleben. Im Fokus des Albums stehen treibende Gitarren und nonchalanter Gesang. Hierfür haben sich The Jesus and Mary Chain weibliche Begleitung ins Boot geholt: So besingt Reid in "Always Sad" etwa gemeinsam mit Bernadette Denning die immerwährende Traurigkeit, während in "Song for a Secret" und "The Two of us" die ehemalige Belle & Sebastians Sängerin Isobel Campbell ins Mikro haucht. Diesen eher lieblichen Klängen setzt die Band mit dem rabiaten Noise-Rock von "Get Home" und "Facing up the Facts" entgegen. Insgesamt eine eindrucksvolle und überzeugende Indie-Rock-Mischung, von der Ihr Euch unbedingt live überzeugen solltet – jetzt The Jesus and Mary Chains Tickets sichern und bei Auftritten der Schotten mitrocken. (Quelle Text: sw | AD ticket GmbH)