Bild: Ultraschall Berlin - Festival für neue MusikBild: Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik
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Information zur Veranstaltung

Ultraschall Berlin 2020

Die Szene der neuen Musik erweist sich seit jeher und aktuell mehr denn je als ein Kosmos künstlerischer Individuen und damit als vielfarbige Fülle an Klängen, Ideen, aber auch außermusikalischen Einflüssen, Meinungen und Haltungen. Seit über zwanzig Jahren versteht sich Ultraschall Berlin als ein Forum, zentrale Strömungen und wesentliche Entwicklungen dieses Teils der Gegenwartskultur abzubilden, zu befragen und in neue Zusammenhänge zu stellen.

Dabei steht jede noch so individuell gedachte Uraufführung automatisch in Beziehung zur Musik- und Kulturgeschichte. Die Balance aus Ur- und Erstaufführungen und die Beleuchtung von Werken der jüngeren Vergangenheit in verändertem, aktuellem Kontext ist von Beginn an ein zentrales Markenzeichen von Ultraschall Berlin. So stehen Uraufführungen von Clara Iannotta, Sarah Nemtsov, Dai Fujikura oder Gordon Kampe neben ›Klassikern‹ des Repertoires von Sofia Gubaidulina oder Helmut Lachenmann.

Die neue Musik lebt zu einem nicht unwesentlichen Teil von ihrer Ensemblekultur. Jenseits der aus der klassischen Tradition gewachsenen Standardbesetzungen wie Streichquartett oder Klaviertrio haben sich Ensembles gegründet, die mit ihren ungewöhnlichen Besetzungen ihrerseits Komponistinnen und Komponisten zu neuen klanglichen Experimenten anregen. Dazu zählen das Trio Accanto oder das Black Page Orchestra. Ungewöhnliche Kombinationen bieten daneben das Minguet Quartett in einem gemeinsamen Konzert mit dem Blockflötisten Jeremias Schwarzer oder das Trio POING mit der Sängerin und Komponistin Maja Ratkje.

Zwei Porträtkonzerte konzentrieren sich auf ganz unterschiedliche Weise auf das Werk je einer Komponistin. Monographisch streng und gerade dadurch höchst vielschichtig ist die Gesamtaufführung aller bisherigen Streichquartette von Clara Iannotta durch das JACK Quartet, das nach längerer Zeit wieder beim Festival zu Gast ist. Mit einer Vielfalt unterschiedlicher Besetzungen entfaltet hingegen das Black Page Orchestra bei seinem Festival-Debüt den unerschöpflichen musikalischen Kosmos von Mirela Ivičević. Mit diesem Konzert setzen wir unsere langjährige Partnerschaft mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD fort.

Die große Orchesterbesetzung ist auch in diesem Jahr wieder mit den beiden Klangkörpern der roc vertreten. Die traditionell beiden Konzerte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin werden von Marc Albrecht und Johannes Kalitzke geleitet, mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Brad Lubman sind wir zum ersten Mal mit einem Orchesterkonzert in der Akademie der Künste am Hanseatenweg zu Gast.

Und schließlich spielt auch die Szene eine Rolle bei Ultraschall Berlin. In ihrem Elektronischen Musiktheater Also sprach Golem setzen sich Kaj Duncan David und Thomas Fiedler mit der Herausforderung durch eine übermächtige Künstliche Intelligenz auseinander – also mit einer für unsere Zukunft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fundamentalen Frage.

Ergänzt wird das Festivalprogramm durch Gespräche mit Musiker*innen und Komponist*innen sowie dem Schülerprojekt der UltraschallReporter. Ein Festival, zwei Sender und eine Fülle musikalischer Entdeckungen. Wir freuen uns auf Sie!