Bild: Wolf Biermann
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Er zählt zu den großen Symbolfiguren aus der Zeit des zweigeteilten Deutschland. Seine Lieder wurden im Westen zu Hymnen, im Osten untersagt, ihr Schöpfer mit Auftrittsverboten belegt. Nach einer Konzerttour in den Westen verweigerte ihm das DDR-Regime 1976 die Wiedereinreise.

Unbequem blieb er auch hierzulande. Jetzt, mit 80 hat er seine aufsehenerregende Autobiographie vorgelegt. „Warte nicht auf bessere Zeiten!“: Es geht um keinen Geringeren als Wolf Biermann, den deutschen Liedermacher und Poeten, »Halb Mensch, halb Mythos«, brachte es die FAZ auf den Punkt. »Ich wuchs auf mit dem Auftrag, die Menschheit zu retten, meinen Vater zu rächen und nebenbei den Kommunismus aufzubauen. Und weil ich meiner Mutter diesen kleinen Gefallen tun wollte, ging ich eben mit sechzehn Jahren 1953 nach Osten und wurde ein DDR-Bürger. Und das war das Beste, was ich in meinem ganzen Leben gemacht habe. Ich musste die Lektion lernen, im Vaterland aller Werktätigen, im Arbeiter- und Bauernparadies wirklich zu leben, und nicht nur als Revolutionstourist mal eben vorbeischnuppern. Und wenn ich das nicht gemacht hätte, wäre ich ja gar nicht der Biermann geworden. Ich wäre hier in Hamburg geblieben und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verblödet.« Über die Geschicke des Lebens, seine Sprach- wie Liedkunst und die Geschichte(n) Deutschlands spricht Wolfgang Biermann mit Wieland Backes, der Moderatorenlegende des SWR-Nachtcafés in der Reihe Köpfe der Zeit. Manuel Soubeyrand liest ausgewählte Stellen aus dem Buch.