Legende des Ostrock
Alben wie Februar und Bataillon d’Amour machten die Deutschrock-Gruppe Silly in den 80ern im Osten bekannt. Werner Karma, bis heute Verfasser der meisten Silly-Texte, sorgte damals für die typischen Spitzen und oft systemkritischen Inhalte der Songs. Vor allem die versteckten Botschaften für besonders aufmerksame Zuhörer machten den Charme der Band aus. Dennoch gelang es ihnen durchaus, mit ihren fetzigen Rockrhythmen ein breites Publikum anzusprechen. Zu Zeiten der DDR war die Band zudem auch erfolgreich im Ausland aktiv und gewann 1981 zum Beispiel den Grand Prix der Bratislava Lyra – einen der wichtigsten Musikpreise des damaligen Ostens.
Als die charismatische Frontsängerin Tamara Danz 1996 – nach kurzer Krankheit und mit gerade einmal 43 Jahren – an Krebs starb, hielten das viele für das Ende der Band. Umso mehr freuten sich die Fans, als die Gruppe 2005 mit dem Silly & Gäste Projekt nach fast zehn Jahren Pause ihr Comeback feierte. Neben den drei Silly-Urgesteinen Hassbecker, Barton und Reznicek standen verschiedene Künstler wie Katy Karrenbauer und Toni Krahl mit den Rockern auf den Bühnen Deutschlands.
Zweite Band-Ära mit Anna Loos
Eine weitere Kollaboration sollte es 2006 im Rahmen der Silly & Anna Loos Elektroakustik Tour geben. Schauspielerin und Sängerin Loos gliederte sich schnell in die Band ein und übernahm den Part der Frontfrau. Das sollte der Beginn der zweiten Silly-Ära sein.
Nach über 30 Jahren kann die Band auf 13 Alben, unzählige Konzerte und eine unglaublich aufregende Geschichte zurückblicken. Als typische ostdeutsche Rockband ist Silly Kult, und zwar schon längst nicht mehr nur im Osten. Mit der neuen quirligen Frontfrau veröffentlichte das Quartett vier Studioalben und schaffte es mit Alles rot und Kopf an Kopf sogar in die Top drei der deutschen Charts. 2016 erschien das Album Wutfänger. Fünf Jahre später durfte sich die Fangemeinde dann auf das aktuelle Album Instanzbesetzter freuen, das 2021 erschien.
Quelle: ADticket.de